Handy für den Ankauf vorbereiten: IMEI, löschen, abmelden
Du willst dein altes Gerät nicht in der Schublade vergammeln lassen, sondern einschicken und Geld dafür bekommen. Dann stehen vorher drei Dinge an, und zwar in dieser Reihenfolge: die IMEI heraussuchen, dich von deinen Konten abmelden und das Gerät zurücksetzen. Klingt nach wenig, und ist es auch. Aber genau hier entstehen die beiden Fehler, die den Ankauf ausbremsen: eine falsch abgetippte IMEI, und ein Gerät, das nach dem Zurücksetzen noch nach einem fremden Passwort fragt. Diese Anleitung geht den Weg einmal komplett durch, für iPhone, Samsung Galaxy, Google Pixel und andere Android-Geräte.
Das Wichtigste in Kürze
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Die IMEI zuerst notieren. Sie ist 15-stellig und identifiziert genau dein Gerät. Du brauchst sie für das Ankaufformular, und nach dem Zurücksetzen kommst du schlechter an sie heran.
*#06#in der Telefon-App zeigt sie auf jedem Handy sofort an. - Danach abmelden, erst dann löschen. Apple-Account beim iPhone, Google-Konto bei jedem Android, beim Samsung zusätzlich das Samsung-Konto. Diese Reihenfolge ist der ganze Trick.
- Vorher sichern. Nach dem Werksreset ist alles weg, endgültig. Fotos, Chats, Zwei-Faktor-Apps.
- Der Werksreset genügt zum Löschen. Moderne Smartphones verschlüsseln ihren Speicher. Beim Zurücksetzen wird der Schlüssel vernichtet, damit sind die Daten praktisch nicht mehr lesbar.
- SIM raus, Speicherkarte raus, Displaysperre weg. Auch die SIM-PIN, sonst hängt die Prüfung beim Einschalten fest.
- Ehrlich einschätzen lohnt sich. Ein verschwiegener Kratzer fällt bei der Prüfung auf und kostet dich am Ende mehr Zeit als der Kratzer selbst Geld gekostet hätte.
Warum die Reihenfolge über den Preis entscheidet
Jedes moderne Smartphone hat einen Diebstahlschutz, der fest an dein Konto gekoppelt ist. Bei Apple heißt er Aktivierungssperre und hängt an „Wo ist?", bei Android heißt er Factory Reset Protection und hängt am Google-Konto. Der Sinn ist gut: Ein gestohlenes Gerät soll auch nach einem Werksreset nichts wert sein. Der Nebeneffekt trifft dich, wenn du verkaufst.
Denn die Sperre unterscheidet nicht zwischen einem Dieb und einem Besitzer, der nur vergessen hat, sich abzumelden. Setzt du das Gerät zurück, ohne dich vorher abzumelden, startet es danach in den Einrichtungsassistenten und verlangt genau das Konto, das vorher darauf war. Deins. Für jeden, der das Gerät danach in die Hand bekommt, ist es damit eine Ziegelstein-Attrappe. Kein Ankäufer kann so ein Gerät prüfen, zurücksetzen oder weiterverkaufen, und deshalb kann er es auch nicht bezahlen.
Bei Android ist das seit Android 16 noch konsequenter geworden: Wo früher ein so gesperrtes Gerät wenigstens noch teilweise nutzbar war, ist es jetzt im Wesentlichen unbrauchbar, bis das ursprüngliche Konto bestätigt wird. Der Sperr-Token liegt inzwischen im gesicherten Bereich des Prozessors und lässt sich nicht mehr durch Tricks aushebeln. Gut gegen Diebstahl, unangenehm für vergessliche Verkäufer.
Die gute Nachricht: Es ist reparabel, auch aus der Ferne, und wie das geht, steht weiter unten. Es kostet nur Tage. Wer die Reihenfolge einhält, spart sich das komplett.
Schritt 1: Die IMEI finden und notieren
Die IMEI ist die 15-stellige Seriennummer deines Geräts. Sie hängt an der Hardware, nicht an deiner SIM-Karte und nicht an deiner Rufnummer. Im Ankaufformular gibst du sie an, damit klar ist, welches Gerät gemeint ist, und damit sich das eingesendete Gerät später mit dem Angebot abgleichen lässt. Notiere sie, bevor du irgendetwas löschst.
Der schnellste Weg auf jedem Gerät: *#06#. Öffne die Telefon-App, tippe *#06# ein wie eine Rufnummer. Die IMEI erscheint sofort, ohne dass du auf Anrufen tippen musst. Das funktioniert auf iPhone und Android gleichermaßen.
Auf dem iPhone über die Einstellungen. Öffne Einstellungen, tippe auf Allgemein, dann auf Info. Dort stehen Modellname, Seriennummer und ein Stück weiter unten die IMEI.


Auf dem Samsung Galaxy über die Einstellungen. Öffne Einstellungen und scrolle ganz nach unten zu Telefoninfo (je nach Modell „Über das Telefon"). Seriennummer und IMEI stehen direkt dort. Samsung nennt außerdem zwei Nebenwege: die Samsung-Members-App unter Support und die Samsung-Find-Webseite, wo du neben dem Gerät über die weiteren Optionen die Geräteinformationen aufrufen kannst.
Auf Pixel und anderen Android-Geräten. Einstellungen, dann Über das Telefon. Der Eintrag heißt je nach Hersteller leicht anders, die IMEI steht aber immer in diesem Bereich.
Wenn das Display kaputt ist oder das Gerät nicht mehr startet. Dann gibt es drei Wege, die ohne funktionierendes Handy auskommen:
- Die Originalverpackung. Apple und Samsung drucken die IMEI auf den Aufkleber am Karton. Bei Samsung steht sie zusätzlich auf der Geräterückseite unter dem CE-Kennzeichen, bei iPhones bis zum iPhone 13 ist sie in das SIM-Fach eingraviert, bei sehr alten Modellen bis zum iPhone 6 auf der Rückseite.
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Dein Konto im Netz. Melde dich bei
account.apple.coman und öffne den Bereich Geräte. Dort ist jedes Gerät mit Seriennummer und IMEI gelistet, auch das kaputte. Bei Google findest du die Geräteliste in den Sicherheitseinstellungen deines Kontos. - Der Computer. iPhone anschließen, im Finder (Mac) oder in der Apple-Geräte-App (Windows) das Gerät auswählen und auf den Modellnamen klicken, bis die IMEI erscheint.
Zwei Zahlen statt einer? Geräte mit zwei SIM-Profilen, also Dual-SIM oder physische SIM plus eSIM, haben zwei IMEIs. Das ist normal und kein Fehler. Gib im Formular die erste an, IMEI 1.
Tipp aus der Praxis: Mach ein Foto vom *#06#-Bildschirm, statt die Zahl abzutippen. Die häufigste Panne beim Ankauf ist eine vertauschte Ziffer, und die fällt erst auf, wenn das Paket schon bei uns liegt. Wie weit die IMEI-Prüfung reicht und was sie nicht leisten kann, steht ausführlich im Ratgeber IMEI prüfen.
Schritt 2: Backup erstellen
Nach dem Werksreset ist der Speicher leer, und zwar wirklich. Sichere vorher alles, was du behalten willst.
- iPhone: Einstellungen, dein Name, iCloud, iCloud-Backup, dann Backup jetzt erstellen. Alternativ am Computer über den Finder oder die Apple-Geräte-App. Der ausführliche Weg steht im Ratgeber iPhone-Backup erstellen.
- Samsung: über Smart Switch auf einen Computer oder ein neues Gerät, zusätzlich Fotos über Google Fotos und Kontakte über das Google-Konto.
- Pixel und anderes Android: Einstellungen, Google, Sicherung. Fotos über Google Fotos.
Drei Dinge werden dabei gern übersehen, und alle drei tun weh:
- WhatsApp. Der Chatverlauf hängt an einem eigenen Backup, nicht am Geräte-Backup. Sichere ihn in WhatsApp selbst, bevor du zurücksetzt.
- Zwei-Faktor-Apps. Google Authenticator, Microsoft Authenticator und ähnliche Apps wandern nicht automatisch mit. Übertrage die Konten auf das neue Gerät, solange du noch auf beide Geräte zugreifen kannst, sonst sperrst du dich aus deinen eigenen Diensten aus.
- Bezahl- und Ticket-Apps. Bankkarten in Apple Pay oder Google Wallet, Deutschlandticket, Payback: einmal prüfen, ob die App auf dem neuen Gerät wirklich läuft.
Kontrolliere kurz, ob das Backup durchgelaufen ist. Ein halbes Backup merkst du sonst erst, wenn das alte Gerät schon leer ist.
Schritt 3: Von deinen Konten abmelden
Das ist der Schritt, an dem der ganze Ankauf hängt. Nimm ihn ernst, er dauert zwei Minuten.
iPhone und iPad: vom Apple Account abmelden. Öffne die Einstellungen, tippe ganz oben auf deinen Namen, scrolle nach unten und tippe auf Abmelden. Der Eintrag ganz oben in den Einstellungen ist dein Apple Account; auf einem angemeldeten Gerät steht dort dein Name. Gib dein Apple-Account-Passwort ein und bestätige. Damit trennst du das Gerät von deinem Konto und löst die Aktivierungssperre, die an „Wo ist?" hängt. Unter iOS 26 und neuer fragt dich Apple beim Abmelden direkt, ob du dieses Gerät gleich mit löschen möchtest. Wenn du es ohnehin einschickst, ist das der kürzeste Weg: Abmelden und löschen in einem Vorgang.
Gibst du beim Löschen in Schritt 4 dein Apple-Account-Passwort ein, meldet sich das Gerät ebenfalls automatisch ab. Das setzt aber voraus, dass es dabei online ist. Verlass dich nicht darauf, sondern melde dich bewusst ab.

Wenn du eine Apple Watch gekoppelt hast, entkopple sie vorher über die Watch-App, sonst hängt sie danach an einem Konto, das nicht mehr auf dem iPhone ist. Was hinter der Sperre steckt und wie du sie auch nachträglich löst, erklärt der Ratgeber Aktivierungssperre entfernen.
Samsung Galaxy: zwei Konten, nicht eins. Ein Galaxy hängt an zwei Konten, und beide müssen weg. Öffne Einstellungen, dann Konten und Sicherung, dann Konten verwalten.
- Tippe auf dein Google-Konto und dann auf Konto entfernen.
- Tippe auf dein Samsung-Konto, dann auf Konto entfernen beziehungsweise Abmelden, und bestätige mit deinem Samsung-Passwort.
Das Samsung-Konto wird besonders gern vergessen, weil die meisten es nur einmal bei der Einrichtung angelegt haben. Es steuert aber die Samsung-Find-Funktion, und die sperrt das Gerät genauso wie Google es tut. Samsung selbst nennt beide Konten als Voraussetzung, bevor man zurücksetzt. Wichtig zum Verständnis: Du entfernst das Konto vom Gerät, du löschst es nicht. Anmelden kannst du dich auf deinem neuen Gerät jederzeit wieder.
Pixel und anderes Android: das Google-Konto entfernen. Öffne Einstellungen, dann Passwörter und Konten (bei manchen Herstellern schlicht „Konten"), wähle dein Google-Konto und tippe auf Konto entfernen. Damit ist die Factory Reset Protection für dieses Gerät aufgehoben. Hast du mehrere Google-Konten auf dem Gerät, entferne alle.
Und in allen Fällen: die Displaysperre aufheben. PIN, Muster, Fingerabdruck und Gesichtserkennung gehören vor der Einsendung weg, ebenso die SIM-PIN. Ein Gerät, das beim Einschalten nach einem Code fragt, lässt sich nicht prüfen.
Schritt 4: Auf Werkseinstellungen zurücksetzen
Jetzt, und erst jetzt, wird gelöscht.
iPhone: Einstellungen, Allgemein, iPhone übertragen/zurücksetzen, dann Alle Inhalte & Einstellungen löschen. Auf sehr alten iOS-Versionen heißt der Punkt direkt „Zurücksetzen". Du wirst gefragt, ob die eSIM erhalten bleiben soll: Beim Verkauf löschst du sie mit. Danach gibst du Gerätecode und Apple-Account-Passwort ein. Den vollständigen Ablauf mit allen Varianten zeigt der Ratgeber iPhone zurücksetzen.

Samsung Galaxy: Einstellungen, Allgemeine Verwaltung, Zurücksetzen, Auf Werkseinstellungen zurücksetzen. Nach unten scrollen, auf Zurücksetzen tippen und mit Alle löschen bestätigen.
Pixel und anderes Android: Einstellungen, System, Optionen zum Zurücksetzen, Alle Daten löschen (auf Werkseinstellungen zurücksetzen). Bei anderen Marken steht der Punkt manchmal unter „Allgemein" oder „Datenschutz", der Ablauf ist derselbe. Ausführlich im Ratgeber Samsung und Android zurücksetzen.
Das Gerät löscht sich und startet neu. Das dauert einige Minuten. Warte, bis der Einrichtungsassistent mit der Sprachauswahl erscheint, und lass es dann so stehen. Richte es nicht neu ein.
Und weil die Frage immer kommt: Nein, du musst den Speicher nicht mehrfach überschreiben. Das ist ein Ratschlag aus der Zeit unverschlüsselter Festplatten. Moderne iPhones und aktuelle Android-Geräte verschlüsseln ihren Speicher von Haus aus; der Reset vernichtet den Schlüssel, und ohne Schlüssel bleibt nur unlesbarer Datensalat. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik weist darauf hin, Daten vor der Weitergabe eines Geräts endgültig zu entfernen und nicht nur oberflächlich zu löschen. Genau das leistet ein vollständig durchgelaufener Werksreset. Der Unterschied zu Laufwerken im PC steht im Ratgeber Daten sicher löschen.
Schritt 5: Die letzte Kontrolle vor dem Paket
Zwei Minuten, die dir eine Woche Wartezeit ersparen können.
- SIM-Karte entnehmen. Sie gehört zu deinem Vertrag, nicht zum Gerät. Die eSIM hast du beim Zurücksetzen gelöscht.
- Speicherkarte entnehmen. Eine microSD wird beim Werksreset des internen Speichers nicht automatisch mitgelöscht.
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Geräteliste im Konto prüfen. Das ist die eigentliche Kontrolle. Melde dich bei
account.apple.coman, öffne den Bereich Geräte und schau, ob das Gerät noch dort steht. Falls ja: auswählen und Aus Account entfernen. Bei Android findest du dieselbe Liste in den Sicherheitseinstellungen deines Google-Kontos. Verschwindet das Gerät dort, ist die Sperre sicher gelöst. - Einmal einschalten. Erscheint der Einrichtungsassistent mit der Sprachauswahl und fragt niemand nach einem Passwort, ist alles richtig gelaufen.
Diese letzte Probe ist der ganze Beweis. Alles andere sind Menüpfade.
Was in das Paket gehört, und was nicht
Bewertet wird das Gerät. Zubehör ändert daran in der Regel nichts, also behalte es, wenn du es noch brauchst. Was du hineinlegst, bekommst du nicht gesondert zurück, falls der Ankauf nicht zustande kommt.
Verpacke das Gerät so, dass es unterwegs nichts abbekommt: in einen Karton, der größer ist als das Handy, mit Polstermaterial ringsum, Display zusätzlich geschützt. Ein Smartphone in einem gepolsterten Umschlag übersteht den Paketweg selten unbeschadet, und ein Transportschaden geht zu Lasten dessen, der schlecht verpackt hat. Nimm die Hülle vom Gerät, aber wirf sie nicht weg, sie hat das Gerät bisher heil gehalten.
Ehrlich einschätzen ist billiger als schönfärben
Im Ankaufformular beschreibst du den Zustand selbst: Display, Gehäuse, Funktion, Akku. Daraus entsteht ein vorläufiges Angebot, das genau so lange gilt, wie es auf deinen Angaben beruht. Bei uns im Haus wird jedes eingesendete Gerät danach geprüft, und dabei fällt jeder Kratzer auf, auch der, den man im Sonnenlicht erst schräg sieht.
Weicht der Befund von deinen Angaben ab, bekommst du ein neues Angebot mit Begründung und Foto und entscheidest dann erneut. Nichts geht verloren, aber es kostet Tage. Wer von vornherein ehrlich einstuft, ist schneller fertig und bekommt in aller Regel genau den Betrag, der im ersten Angebot stand. Im Zweifel stufe lieber eine Stufe schlechter ein als eine zu gut.
Ein paar Punkte entscheiden über den Zustand mehr als der optische Eindruck: ein aufgeblähter Akku, ein Wasserschaden, ein nicht originales Ersatzteil oder ein Gerät mit SIM-Lock. Prüfe außerdem, ob auf dem Gerät noch eine Finanzierung oder ein Ratenkauf läuft. Ein Gerät, das noch nicht dir gehört, kannst du nicht verkaufen.
Sonderfälle, die wirklich vorkommen
Ich habe zurückgesetzt, ohne mich abzumelden. Passiert oft, ist aber reparabel, solange du die Zugangsdaten hast. Beim iPhone meldest du dich auf account.apple.com an, öffnest Geräte, wählst das Gerät und entfernst es aus dem Account. Bei Android gehst du in die Sicherheitseinstellungen deines Google-Kontos und entfernst es aus der Geräteliste. Danach startet das Gerät beim nächsten Versuch ohne Nachfrage.
Das Gerät ist schon unterwegs. Auch dann geht der Weg oben noch, du brauchst das Gerät nicht in der Hand. Melde dich einfach aus der Ferne ab, dann ist es beim Eintreffen frei.
Ich kenne mein Apple- oder Google-Passwort nicht mehr. Dann musst du zuerst die Kontowiederherstellung des Anbieters durchlaufen, bevor du das Gerät verkaufen kannst. Ohne Konto bekommst du die Sperre nicht gelöst, und niemand sonst kann das für dich tun, auch kein Händler. Plane dafür ein paar Tage ein.
Das Display ist gesprungen und ich komme nicht mehr ins Menü. Die IMEI holst du dir dann aus dem Karton oder aus deinem Konto im Netz. Das Löschen und Abmelden geht ebenfalls aus der Ferne: über die Geräteliste im Apple- oder Google-Konto lässt sich das Gerät löschen und entfernen, auch wenn du es nicht mehr bedienen kannst.
Es ist ein Diensthandy. Finger weg, solange es in einer Geräteverwaltung deines Arbeitgebers registriert ist. So ein Gerät bleibt an die Firma gebunden, egal wie oft du es zurücksetzt. Das muss die IT vorher freigeben.
Die Checkliste zum Abhaken
Wenn du nur einen Abschnitt mitnimmst, dann diesen:
- IMEI mit
*#06#anzeigen und abfotografieren. - Backup erstellen und prüfen, ob es durchgelaufen ist. WhatsApp und Zwei-Faktor-Apps gesondert sichern.
- Konten abmelden: Apple Account beim iPhone, Google-Konto bei Android, beim Samsung zusätzlich das Samsung-Konto.
- Displaysperre und SIM-PIN entfernen.
- Auf Werkseinstellungen zurücksetzen und durchlaufen lassen.
- SIM- und Speicherkarte entnehmen.
- Geräteliste im Konto prüfen: Gerät muss verschwunden sein.
- Einmal einschalten. Kommt die Sprachauswahl ohne Passwortabfrage, ist alles fertig.
- Gerät gepolstert verpacken und losschicken.
Warum dein altes Gerät bei uns weiterlebt
Was du einschickst, wird geprüft, gereinigt, erneut zurückgesetzt und, wo es sich lohnt, instandgesetzt. Danach bekommt es einen zweiten Besitzer, statt in einer Schublade zu liegen. Für dich als Käufer heißt derselbe Ablauf: Ein generalüberholtes Smartphone von uns kommt ohne fremdes Konto, ohne aktive Sperre und ohne Altlasten. Es startet mit dem Einrichtungsassistenten, so wie deins nach Schritt 5.
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Talkis Empfehlung
Merk dir die eine Regel, der Rest ergibt sich: erst abmelden, dann löschen. Wer zuerst zurücksetzt, baut sich eine Sperre, die nur er selbst wieder aufmachen kann, und verliert dabei Tage. Und notiere die IMEI, bevor du anfängst, nicht danach. Fotografiere sie, tipp sie nicht ab. Das sind zusammen keine zehn Minuten, und sie entscheiden darüber, ob dein Ankauf glatt durchläuft oder zur Rückfrage wird.
Häufige Fragen
Wozu braucht der Ankauf meine IMEI? Sie identifiziert genau das Gerät, für das du ein Angebot bekommst. Beim Eingang wird abgeglichen, ob das eingesendete Gerät das angebotene ist. Außerdem sind Händler, die gebrauchte Geräte ankaufen, verpflichtet, über ihre An- und Verkäufe Buch zu führen; die IMEI gehört dazu.
Muss ich die IMEI vor oder nach dem Zurücksetzen notieren? Vorher. Nach dem Reset kommst du zwar über *#06# immer noch an sie heran, aber wenn du das Gerät schon verpackt hast, ist es umständlich. Und wenn es sich nicht mehr einschalten lässt, bist du auf Karton oder Kontoliste angewiesen.
Ich habe zwei IMEIs. Welche gebe ich an? Die erste, also IMEI 1. Zwei Nummern bedeuten nur, dass dein Gerät zwei SIM-Profile führen kann, etwa eine physische SIM und eine eSIM.
Reicht der Werksreset, damit meine Daten wirklich weg sind? Bei einem modernen Smartphone ja. Der Speicher ist verschlüsselt, und beim Zurücksetzen wird der Schlüssel vernichtet. Danach sind die Daten praktisch nicht mehr lesbar. Wichtig ist nur, dass du dich vorher abmeldest und den Reset vollständig durchlaufen lässt.
Was passiert, wenn ich mich nicht abmelde? Das Gerät verlangt nach dem Zurücksetzen genau das Konto, das vorher darauf war. Prüfen und weiterverkaufen lässt es sich in diesem Zustand nicht. Du kannst die Sperre aber aus der Ferne über deine Geräteliste im Apple- oder Google-Konto lösen, auch wenn das Gerät schon verschickt ist.
Muss ich das Zubehör mitschicken? Nein. Bewertet wird das Gerät. Beigelegte Teile werden im Zweifel nicht gesondert zurückgeschickt, behalte sie also lieber.
Mein Akku ist schwach. Lohnt sich der Ankauf trotzdem? In der Regel ja, ein schwacher Akku ist ein normaler Verschleißpunkt und fließt in die Bewertung ein. Etwas anderes gilt bei einem sichtbar aufgeblähten Akku: Ein Gerät mit gewölbtem Display oder aufgehendem Gehäuse ist ein Sicherheitsrisiko und gehört nicht unverpackt in den Versand. Frag in dem Fall vorher nach. Ob sich ein Tausch stattdessen lohnt, erklärt der Ratgeber Akkutausch oder neues Handy.
Ist ein privater Verkauf nicht einfacher? Löschen und abmelden musst du in beiden Fällen, das nimmt dir niemand ab. Der Unterschied liegt danach: Beim Privatverkauf verhandelst du selbst, versendest selbst und trägst das Risiko, dass der Käufer nach einer Woche etwas beanstandet. Was beim Privatverkauf datenschutzseitig zu beachten ist, steht im Ratgeber Daten löschen vor dem Handy-Verkauf.
Kann ich ein Gerät verkaufen, das noch finanziert ist? Nein, solange es dir nicht gehört. Läuft noch ein Ratenkauf oder eine Gerätefinanzierung, gehört das Gerät wirtschaftlich noch nicht dir. Kläre das zuerst mit deinem Anbieter.