Foldable statt Tablet: reicht ein Falt-Handy als Ersatz?

Foldable statt Tablet: reicht ein Falt-Handy als Ersatz?

Talkis Tipp
  • Ein Book-Fold-Foldable klappt sich zu einem Innendisplay von rund 7,6 bis 8 Zoll auf. Das liegt in der Nähe eines kleinen Tablets, nicht eines großen 11- oder 13-Zoll-Geräts.
  • Der Vorteil ist eins statt zwei: Zugeklappt ist es dein Telefon, aufgeklappt ein kleiner Zweitschirm, der immer in der Hosentasche steckt.
  • Mein Rat: Als Ersatz fürs große Wohnzimmer- oder Zeichen-Tablet reicht es nicht. Als Ein-Geräte-Lösung für Lesen, Mails und Splitscreen unterwegs ergibt es viel Sinn.
— Talki, dein Berater

Die Frage kommt fast immer gleich: Ich hätte gern ein größeres Display, brauche ich dann noch ein Tablet, oder klappt so ein Falt-Handy das mit ab? Kurze Antwort vorweg: Es kommt darauf an, wofür du das Tablet heute benutzt. Für den einen deckt ein Foldable den Bedarf komplett, für den anderen bleibt eine Lücke. Hier die lange Antwort, damit du dich vor dem Kauf richtig einordnest.

Das Wichtigste in Kürze

Ein Foldable im Book-Fold-Format ist zwei Dinge in einem Gehäuse. Zugeklappt bedienst du ein normales Smartphone mit Außendisplay von etwa 6,5 Zoll. Aufgeklappt hast du innen eine Fläche von rund 7,6 bis 8 Zoll vor dir, je nach Modell. Das entspricht grob einem kleinen Tablet, nicht einem großen. Ein klassisches Tablet fängt bei ähnlicher Größe an und reicht bis 11, 12 oder 13 Zoll. Wenn dein Tablet zu Hause ein großes ist, ersetzt ein Falt-Handy es nur teilweise. Wenn du ein kleines, handliches Tablet meinst, kommt ein Foldable sehr nah heran und spart dir das zweite Gerät.

Was ein Foldable gut kann

Der stärkste Punkt ist die Bauform selbst. Du hast den größeren Schirm dabei, ohne ein zweites Gerät einzupacken. Aufgeklappt ist die Fläche fast quadratisch, das innere Display sitzt im Bereich 6:5 bis 5:4. Für Lesen, lange Textseiten, Mails nebeneinander mit dem Kalender oder zwei Apps im Splitscreen ist das angenehm, weil du in beide Richtungen Platz hast. Zwei Fenster nebeneinander laufen auf so einem Innendisplay flüssiger, als du es von einem normalen Handy kennst.

Dazu kommt der Alltag drumherum. Zugeklappt telefonierst und tippst du wie mit jedem anderen Smartphone, das Außendisplay reicht für Nachrichten, Navigation und schnelle Handgriffe. Erst wenn du wirklich Fläche brauchst, klappst du auf. Viele Geräte unterstützen zusätzlich einen Stift für Notizen und Anmerkungen, ähnlich wie ein Tablet. Und weil das Foldable ohnehin dein Telefon ist, hast du die große Fläche in jeder Situation dabei, nicht nur wenn du an das Tablet gedacht hast.

Wo die Grenzen liegen

Drei Dinge solltest du ehrlich mitnehmen, bevor du das Tablet abschreibst.

Erstens die Größe. Für Filme im Bett, ausgedehntes Surfen auf dem Sofa oder Zeichnen auf großer Fläche gewinnt ein richtiges Tablet, weil es schlicht mehr Zoll auf den Tisch legt. Ein 8-Zoll-Innendisplay ist mobil stark, aber es ist kein 11- oder 13-Zoll-Erlebnis.

Zweitens die Falte. Book-Fold-Geräte haben eine sichtbare und fühlbare Knickstelle in der Mitte des Innendisplays. Im Alltag rückt sie schnell in den Hintergrund und stört die meisten beim Lesen und Tippen kaum, verschwinden tut sie aber nicht. Wer eine spiegelglatte Fläche erwartet wie bei einem Tablet, sollte das vorher einmal in der Hand gehabt haben.

Drittens die Apps. Tablets gibt es seit vielen Jahren, viele Apps sind für deren breites Format sauber ausgelegt. Das fast quadratische Foldable-Format ist jünger. Android hat mit anpassungsfähigen Layouts stark aufgeholt, und gute Apps füllen den Platz sinnvoll statt ihn nur zu strecken. Trotzdem triffst du hier und da noch auf eine App, die auf der großen Fläche nicht ideal sitzt. Für die gängigen Anwendungen wie Browser, Mail, Notizen und Office ist das in der Praxis selten ein Problem.

Ein praktischer Punkt noch: Zugeklappt ist ein Foldable dicker als ein normales Smartphone, weil zwei Hälften aufeinanderliegen. In der Hand fällt das kaum auf, in einer engen Tasche schon eher.

Für wen sich ein Foldable als Tablet-Ersatz lohnt

  • Du willst nur ein Gerät tragen und trotzdem regelmäßig eine größere Fläche haben, ohne separat ein Tablet einzupacken.
  • Du nutzt das größere Display vor allem für Lesen, Mails, Splitscreen und Notizen unterwegs, nicht für stundenlange Filme auf großer Diagonale.
  • Dein bisheriges Tablet ist ein handliches, kleines Modell, das du sowieso meist mobil benutzt.

Für wen das Tablet die bessere Wahl bleibt

  • Du schaust viel Video, surfst lange auf dem Sofa oder zeichnest, und dir sind die zusätzlichen Zoll eines großen Displays wichtig.
  • Du willst eine durchgehend glatte Fläche ohne jede Knickstelle in der Mitte.
  • Du teilst dir das Gerät in der Familie oder nutzt es überwiegend zu Hause, wo es nicht in die Hosentasche passen muss.

Der Recommerce-Gedanke

Genau hier spielt der Gebrauchtkauf seine Stärke aus. Ein Foldable ist ein Gerät, das du erst einmal ausprobieren möchtest, weil die Bauform anders ist als alles, was du bisher hattest. Refurbished kannst du diesen Schritt machen, ohne dich an einen Neupreis für ein zweites, teures Experiment zu binden. Und wenn du merkst, dass dir das aufgeklappte Innendisplay reicht, sparst du dir das separate Tablet als Zweitgerät gleich mit.

Jedes Foldable, das bei uns durchgeht, wird vor dem Verkauf im Haus geöffnet und nach 56 Kriterien geprüft, gerade das Scharnier und das Innendisplay schauen wir uns dabei genau an. Die Funktion wird geprüft, und der genaue Zustand steht bei jedem Angebot dabei. So weißt du vor dem Kauf, worauf du dich einlässt. Wichtig zur Einordnung: Neu und generalüberholt sind zwei verschiedene Wege, wir vermischen das nicht. Du entscheidest, welcher zu dir passt.

Talkis Empfehlung

Für die meisten, die heute ein handliches Tablet neben dem Handy tragen, ist ein Book-Fold-Foldable die aufgeräumtere Lösung: ein Gerät statt zwei, die große Fläche immer dabei, sauber für Lesen, Mails und Splitscreen. Wer dagegen das große Display fürs Sofa, für Filme oder zum Zeichnen braucht, fährt mit einem echten Tablet weiter besser. Kein Gerät ist das falsche, es sind zwei unterschiedliche Alltage. Wenn du unsicher bist, geh von deiner häufigsten Nutzung aus, nicht von der seltensten.

Mehr Modelle und den jeweils angegebenen Zustand findest du in unserer Übersicht der Smartphones.

Häufige Fragen

Wie groß ist das Display eines Foldables aufgeklappt? Bei den gängigen Book-Fold-Geräten liegt das Innendisplay etwa zwischen 7,6 und 8 Zoll, je nach Modell. Das entspricht ungefähr einem kleinen Tablet. Ein großes Tablet mit 11 bis 13 Zoll ist deutlich größer.

Kann ein Falt-Handy mein Tablet komplett ersetzen? Das hängt davon ab, wie du dein Tablet nutzt. Für Lesen, Mails, Notizen und Splitscreen unterwegs reicht ein Foldable in vielen Fällen aus. Für Filme auf großer Fläche, langes Surfen auf dem Sofa oder Zeichnen bleibt ein großes Tablet im Vorteil.

Stört die Falte im Display? Die Knickstelle in der Mitte des Innendisplays ist sichtbar und leicht fühlbar. Im Alltag gewöhnen sich die meisten schnell daran und empfinden sie beim Lesen und Tippen kaum als störend. Verschwinden tut sie aber nicht, deshalb lohnt es sich, ein Gerät vorher einmal in der Hand gehabt zu haben.

Laufen alle Apps auf dem großen Innendisplay? Die gängigen Apps wie Browser, Mail, Office und Notizen füllen die Fläche sinnvoll aus, und Android passt Layouts inzwischen gut an das Format an. Vereinzelt gibt es Apps, die auf dem fast quadratischen Innendisplay noch nicht ideal sitzen. Für den Alltag ist das selten ein Hindernis.

Ist ein Foldable in der Hosentasche unhandlich? Zugeklappt ist ein Foldable etwas dicker als ein normales Smartphone, weil zwei Hälften aufeinanderliegen. In der Hand fällt das kaum auf, in einer sehr engen Tasche kann es sich bemerkbar machen.

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