IMEI prüfen: so checkst du ein Handy vor dem Kauf

IMEI prüfen: so checkst du ein Handy vor dem Kauf

Du willst ein gebrauchtes Handy kaufen und hast gehört, dass man vorher die IMEI prüfen soll. Die Einordnung vorweg: Die IMEI zu finden, ist in zehn Sekunden erledigt. Was du daraus wirklich ablesen kannst, ist aber weniger, als viele denken, und genau das solltest du wissen, bevor du dich in falscher Sicherheit wiegst. Diese Anleitung zeigt dir, wie du die IMEI auf iPhone und Samsung findest, wofür sie taugt und welche Prüfung beim Gebrauchtkauf wirklich schützt.

Talkis Tipp. Die IMEI ist ein Ausweis, keine Auskunft. Sie sagt dir, welches Gerät du vor dir hast, aber nicht, ob es sauber ist. Die eine Prüfung, die dich beim iPhone wirklich vor Ärger bewahrt, ist der Blick auf die Aktivierungssperre. Verlang beim privaten Kauf, dass sich der Verkäufer vor deinen Augen abmeldet und das Gerät zurücksetzt. Diesen Aufwand sparst du dir bei einem Händler, der die Geräte vorher geprüft und freigegeben hat. — Talki, dein Berater

Das Wichtigste in Kürze

  • Die IMEI ist die 15-stellige Seriennummer deines Handys. Jedes Gerät hat eine eigene, sie identifiziert die Hardware eindeutig.
  • Du findest sie am schnellsten mit `*#06#`, eingetippt wie eine Telefonnummer. Das funktioniert auf iPhone und Android gleich.
  • Wichtig ist die IMEI vor allem für die Polizei-Anzeige bei Verlust oder Diebstahl. Eine öffentliche Sperrliste zum Nachschlagen gibt es für dich als Käufer in Deutschland nicht.
  • Die eigentliche Kauf-Prüfung beim iPhone ist die Aktivierungssperre. Ist sie noch aktiv, kannst du das Gerät nach dem Zurücksetzen nicht benutzen.
  • Verlass dich nicht blind auf IMEI-Check-Websites. Sie sind Drittanbieter, ihre Auskunft ist oft dünn, und eine gefälschte oder geklonte IMEI erkennst du damit nicht. Sicherer ist ein geprüftes Gerät vom Fachhändler.

Was die IMEI überhaupt ist

IMEI steht für International Mobile Equipment Identity. Das ist eine 15-stellige Nummer, die dein Handy eindeutig identifiziert, unabhängig von der SIM-Karte und der Rufnummer. Sie hängt an der Hardware, nicht an deinem Vertrag. Ein Handy mit zwei SIM-Slots oder eSIM hat entsprechend zwei IMEIs. Anders als die Seriennummer ist die IMEI das Kennzeichen, mit dem dein Gerät im Mobilfunknetz und bei Behörden geführt wird. Deshalb steht sie im Zentrum, wenn es um Verlust, Diebstahl oder eine Anzeige geht.

IMEI finden: die schnellen Wege

Es gibt mehrere Wege, und du brauchst nicht einmal ein funktionierendes Display für alle davon.

Der Universalcode `*#06#`. Öffne die Telefon-App, tippe `*#06#` ein wie eine Rufnummer, und die IMEI erscheint sofort. Das ist der schnellste Weg und funktioniert laut Apple wie auch Samsung auf so gut wie jedem Gerät gleich. Bei Dual-SIM siehst du zwei Nummern.

In den Einstellungen.

  • iPhone: Einstellungen, dann Allgemein, dann Info. Dort stehen Seriennummer, EID und IMEI, wenn du ein Stück nach unten scrollst.
  • Samsung Galaxy: Einstellungen, ganz nach unten zu Telefoninfo (je nach Modell „Über das Telefon"). Dort findest du Modellnummer, Seriennummer und IMEI.

Auf der Verpackung. Apple und Samsung drucken die IMEI auf den Aufkleber der Originalverpackung. Praktisch beim Gebrauchtkauf mit Karton: Die IMEI auf dem Karton und die im Handy müssen übereinstimmen. Weichen sie ab, gehört das Gerät nicht in diesen Karton.

Am Gerät und im Account. Bei vielen Modellen ist die IMEI zusätzlich im SIM-Schlitten eingraviert, das hilft, wenn sich das Handy nicht mehr einschalten lässt. In deinem Apple-Account steht sie ebenfalls unter dem Gerätenamen.

Was du mit der IMEI prüfen kannst und was nicht

Hier trennt sich der Mythos von der Realität. Die IMEI ist nützlich, aber sie ist kein Detektiv.

Wofür sie wirklich zählt: die Diebstahl-Anzeige. Wird ein Handy gestohlen oder geht verloren, brauchst du die IMEI für die Anzeige bei der Polizei. Bundespolizei und Verbraucherzentrale raten ausdrücklich, sie zu notieren, solange man das Gerät noch hat, denn damit kann die Polizei ein wieder aufgetauchtes Gerät zuordnen. Parallel sperrst du deine SIM-Karte über die Sperr-Hotline 116 116. Das ist eine SIM-Sperre, keine Gerätesperre.

Was viele erwarten, aber so nicht existiert: die öffentliche Sperrliste. Es hält sich hartnäckig, man könne als Käufer eine IMEI irgendwo eingeben und erfahre, ob ein Gerät als gestohlen gemeldet ist. Eine solche zentrale, für Verbraucher zugängliche Sperrliste gibt es in Deutschland nicht, und die IMEI-Sperre über den Netzbetreiber spielt im Alltag praktisch keine Rolle mehr. Eine „saubere" IMEI-Auskunft beweist also keinen ehrlichen Verkäufer.

Die eigentliche Kaufprüfung beim iPhone: die Aktivierungssperre. Das ist der Punkt, der über Freude oder Fehlkauf entscheidet. Ist auf einem iPhone „Wo ist?" aktiv, greift Apples Aktivierungssperre. Wer das Gerät zurücksetzt, wird beim Einrichten nach der Apple-ID und dem Passwort des Vorbesitzers gefragt. Ohne diese Daten bleibt das iPhone ein Briefbeschwerer. Prüfen kannst du das direkt am Gerät: Es darf beim Einrichten keine fremde Apple-ID verlangen, und in den Einstellungen unter „Wo ist?" muss „Mein iPhone suchen" ausgeschaltet sein. Lösen kann die Sperre verlässlich nur der Vorbesitzer, indem er sich abmeldet oder das Gerät über iCloud aus seinem Account entfernt. Wie das läuft, steht im Ratgeber Aktivierungssperre entfernen.

Die Grenzen der IMEI-Prüfung

Auch wenn IMEI-Check-Websites viel versprechen, solltest du ihre Aussagekraft realistisch einschätzen.

  • Eine IMEI kann gefälscht oder geklont sein. Sie ist eine Nummer, kein fälschungssicheres Siegel. Zwei Geräte mit derselben IMEI im Umlauf sind kein theoretisches Problem.
  • Drittanbieter-Dienste sehen nicht alles. Solche Seiten greifen auf begrenzte Datenbanken zu. Eine unauffällige Auskunft ist keine Garantie, und du gibst die IMEI an einen fremden Anbieter weiter.
  • Die IMEI sagt nichts über den Zustand. Sie verrät dir nicht, ob der Akku müde ist, ob das Display getauscht wurde oder ob Feuchtigkeit im Gerät war. Dafür brauchst du eine echte technische Prüfung.

Die IMEI ist also ein Baustein, mehr nicht. Sie bestätigt die Identität des Geräts und ist im Ernstfall Gold wert, sie ersetzt aber keine ehrliche Herkunft und keine fachliche Kontrolle.

Wenn du dir die Detektivarbeit sparen willst

Beim privaten Kauf trägst du das Risiko allein: IMEI mit dem Karton abgleichen, Aktivierungssperre prüfen, Zustand einschätzen, dem Verkäufer vertrauen. Das kann gut gehen, ist aber Arbeit und Unsicherheit.

Genau hier liegt der Unterschied zu einem geprüften, generalüberholten Gerät vom Fachhändler. Bei uns durchläuft jedes Smartphone die Aufbereitung im eigenen Haus, die wir seit 1998 machen, mit einer festen Prüfroutine über 56 Kriterien. Herkunft, Aktivierungssperre und Funktion sind kontrolliert, bevor das Gerät in den Verkauf geht. Du bekommst ein Handy, das sich sofort mit deiner eigenen Apple-ID oder deinem Google-Konto einrichten lässt, ohne fremde Sperre und ohne die Frage, wo es herkommt. Für die Gewährleistung gilt dabei wie bei jedem Kauf im Handel der gesetzliche Rahmen. Ob du zu einem neuen oder einem generalüberholten Modell greifst, entscheidest du.

Stöbern kannst du im gesamten Smartphone-Sortiment. Falls du zwischen fabrikneu und geprüft gebraucht schwankst, hilft dir der Vergleich Neues iPhone oder refurbished.

Talkis Empfehlung

Finde die IMEI mit `*#06#`, gleich sie beim Kauf mit dem Karton ab und notier sie dir für den Fall der Fälle, du brauchst sie dann für die Polizei. Aber verlass dich nicht auf eine IMEI-Website als Echtheitsbeweis. Die Prüfung, die dich beim iPhone wirklich schützt, ist die Aktivierungssperre, und die schaust du direkt am Gerät nach. Wer den Aufwand nicht will, ist mit einem im Haus geprüften Gerät auf der sicheren Seite, weil dort schon jemand hingeschaut hat.

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Häufige Fragen

Wie finde ich die IMEI meines Handys am schnellsten? Tippe in der Telefon-App `*#06#` ein, als würdest du eine Nummer wählen. Die IMEI erscheint sofort. Alternativ findest du sie in den Einstellungen unter Info beziehungsweise Telefoninfo, auf der Originalverpackung und bei vielen Geräten im SIM-Schlitten.

Kann ich mit der IMEI prüfen, ob ein Handy gestohlen ist? Nicht zuverlässig. Eine zentrale, für Käufer zugängliche Sperrliste gibt es in Deutschland nicht. Die IMEI ist vor allem für die Anzeige bei der Polizei wichtig. Für die Sicherheit beim Kauf zählt eher, ob das iPhone frei von der Aktivierungssperre ist und der Verkäufer sich sauber abmeldet.

Was ist die Aktivierungssperre und warum ist sie wichtiger als die IMEI? Die Aktivierungssperre koppelt ein iPhone an die Apple-ID des Besitzers, sobald „Wo ist?" aktiv ist. Ist sie beim Kauf noch aktiv, kannst du das zurückgesetzte Gerät nicht einrichten. Prüf deshalb vor dem Kauf, dass „Mein iPhone suchen" aus ist und keine fremde Apple-ID verlangt wird.

Sind IMEI-Check-Websites vertrauenswürdig? Sei vorsichtig. Es sind Drittanbieter mit begrenzten Daten, und eine IMEI kann gefälscht sein. Eine unauffällige Auskunft ist kein Beweis für ein sauberes Gerät, sondern höchstens eine Ergänzung.

Muss ich mir bei einem geprüften Gerät um die IMEI Gedanken machen? Nein. Bei einem im Haus geprüften, generalüberholten Smartphone sind Herkunft und Aktivierungssperre vor dem Verkauf kontrolliert. Du kannst es direkt mit deinem eigenen Konto einrichten.

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