Zeitraffer am Handy erstellen: Zeitlupe und Zeitraffer richtig aufnehmen

Zeitraffer am Handy erstellen: Zeitlupe und Zeitraffer richtig aufnehmen

Ein Sonnenuntergang in zehn Sekunden, ein Wassertropfen in Superzeitlupe: Beide Effekte hat deine Kamera-App längst eingebaut, du musst nur den richtigen Modus finden. Zeitraffer rafft eine lange Szene auf wenige Sekunden zusammen, Zeitlupe dehnt einen kurzen Moment in die Länge. Diese Anleitung zeigt dir Schritt für Schritt, wo die Modi auf iPhone und Android stecken, wie du sie einstellst und welche Fehler die meisten Aufnahmen ruinieren. Die Menüpfade unterscheiden sich zwischen den Systemen, deshalb ist jeder Weg einzeln beschrieben.

Talkis Tipp. Das Wichtigste bei beiden Effekten ist ein ruhiges Handy. Ein Zeitraffer über Minuten ist nur brauchbar, wenn das Bild absolut still steht, und eine Zeitlupe wirkt nur, wenn der Ausschnitt nicht verwackelt. Leg das Handy auf eine feste Kante, lehne es an oder nimm ein kleines Stativ. Das ist der eine Trick, der aus einem netten Versuch eine Aufnahme macht, die du zeigen willst. Ein passendes Gerät mit gutem Bildstabilisator findest du im Smartphone-Sortiment. — Talki, dein Berater

Das Wichtigste in Kürze

  • Zeitraffer heißt beim iPhone „Zeitraffer", beim Pixel „Zeitraffer" und bei Samsung „Hyperlapse". Alle drei machen dasselbe: Sie nehmen lange auf und spielen kurz ab.
  • Zeitlupe heißt beim iPhone „Slo-Mo", beim Pixel „Zeitlupe" und bei Samsung „Zeitlupe" oder „Superzeitlupe" für den extremen Effekt.
  • Beide Modi stecken direkt in der Kamera-App. Zum Modus wischen, auf Aufnahme tippen, fertig. Keine Zusatz-App nötig.
  • Ruhe entscheidet. Zeitraffer braucht ein völlig stillstehendes Handy, Zeitlupe braucht genug Licht und ein stabiles Motiv.
  • Zeitlupe frisst Speicher. Hohe Bildraten erzeugen große Dateien. Prüfe vorher, ob genug Platz frei ist.

Zeitraffer aufnehmen

Ein Zeitraffer nimmt über eine längere Zeit Einzelbilder auf und setzt sie zu einem schnellen Video zusammen. Ideal für Wolken, Verkehr, einen Aufbau oder eben den Sonnenuntergang.

iPhone. Öffne die Kamera und wische in der Modus-Leiste über dem Auslöser nach rechts, bis „Zeitraffer" markiert ist. Positioniere das Bild und tipp auf den Aufnahme-Knopf. Das iPhone wählt den Zeitabstand zwischen den Einzelbildern automatisch, je länger du aufnimmst, desto größer wird er. Tipp am Ende wieder auf den Knopf. Apple rät bei wenig Licht ab dem iPhone 12 ausdrücklich zum Stativ, weil die Aufnahme dann detailreicher und heller wird.

Google Pixel. Öffne die Kamera, wechsle in den Video-Modus und wähle „Zeitraffer". Unten rechts steht „Auto". Tippst du darauf, kannst du das Tempo selbst festlegen: Bei 5-fach werden aus 50 Sekunden Realität rund 10 Sekunden Video, bei 120-fach aus 20 Minuten rund 10 Sekunden. Lässt du es auf „Auto", entscheidet das Handy selbst. Dann auf Aufnahme tippen und am Ende auf Stopp.

Samsung Galaxy. Öffne die Kamera und tipp auf „MEHR", dann auf „HYPERLAPSE". Über ein Tempo-Symbol im Bild stellst du die Geschwindigkeit ein oder lässt sie auf automatisch, dann passt das Handy die Bildrate an die Szene an. Auf Aufnahme tippen, am Ende auf Stopp. Beachte: Hyperlapse läuft nur über die Rückkamera und ist nicht auf jedem Modell verfügbar.

Zeitlupe aufnehmen

Zeitlupe nimmt mit sehr vielen Bildern pro Sekunde auf und spielt sie langsam ab. So wird sichtbar, was in Echtzeit zu schnell für das Auge ist: ein Sprung, spritzendes Wasser, ein Haustier im vollen Lauf.

iPhone. Öffne die Kamera und wische in der Modus-Leiste nach links auf „Slo-Mo". Tipp auf Aufnahme und am Ende erneut. In der Fotos-App kannst du danach über die Regler unter dem Video festlegen, welcher Abschnitt in Zeitlupe läuft und welcher normal, der Rest bleibt unangetastet.

Google Pixel. Öffne die Kamera, wechsle in den Video-Modus und wähle „Zeitlupe". Dort lässt sich die Abspielgeschwindigkeit vorwählen. Dann auf Aufnahme und am Ende auf Stopp.

Samsung Galaxy. Für den normalen Effekt öffnest du die Kamera, tippst auf „MEHR" und wählst „ZEITLUPE"; das Video läuft danach bis zu achtfach verlangsamt. Für den extremen Effekt gibt es unter „MEHR" die „SUPERZEITLUPE". Sie erkennt Bewegung im markierten Bildbereich automatisch und startet dann selbst, oder du löst manuell aus. Halte das Handy dabei ruhig und sorge für viel Licht, sonst wirkt das Ergebnis dunkel und körnig.

Die richtige Bildrate einstellen

Wie stark eine Zeitlupe verlangsamt, hängt an der Bildrate, gemessen in Bildern pro Sekunde (fps). Mehr Bilder heißt langsamere, weichere Zeitlupe, aber auch größere Dateien.

Beim iPhone stellst du das unter Einstellungen, Kamera, Slo-Mo aufnehmen ein. Standard ist meist 1080p mit 240 fps über die Rückkamera; du kannst auf 1080p mit 120 fps wechseln, wenn dir das reicht und du Speicher sparen willst. Die 240-fps-Aufnahme unterstützen iPhones ab dem iPhone 8 und X. Bei Samsung erreicht die Superzeitlupe sehr hohe Bildraten und spielt entsprechend stark verlangsamt ab. Für den Alltag gilt: Die höhere Bildrate lohnt sich bei schnellen Motiven, für ruhige Szenen reicht die niedrigere und spart Platz.

Weil Zeitlupe große Dateien erzeugt, geht der Speicher schneller zur Neige als gedacht. Wie du wieder Luft schaffst, steht im Ratgeber Speicher voll am Smartphone.

Häufige Fehler und wie du sie vermeidest

  • Verwackeltes Handy. Der mit Abstand häufigste Grund für unbrauchbare Aufnahmen. Feste Unterlage oder Stativ, gerade beim Zeitraffer über mehrere Minuten.
  • Zu wenig Licht. Zeitlupe braucht kurze Belichtungszeiten und damit viel Licht. Drinnen oder abends wird es schnell dunkel und körnig. Such dir helle Umgebungen oder Tageslicht.
  • Falscher Ausschnitt. Beim Zeitraffer ändert sich die Szene über die Zeit. Denk vorher an den Sonnenstand oder die Fahrtrichtung, damit dein Motiv im Bild bleibt.
  • Zu langer Zeitraffer ohne Strom. Lange Aufnahmen ziehen am Akku. Wer eine Stunde rafft, hängt das Handy besser ans Ladegerät.

Wenn deine Aufnahmen generell unscharf oder flau wirken, liegt es oft an den Grundlagen der Handykamera. Die erklärt der Ratgeber Bessere Handyfotos: die Grundlagen.

Was das mit deinem Gerät zu tun hat

Zeitraffer und einfache Zeitlupe kann praktisch jedes aktuelle Smartphone. Der Unterschied zeigt sich im Detail: Wie hoch die Bildrate bei Zeitlupe geht, wie gut der Bildstabilisator ausgleicht und wie sauber die Kamera bei wenig Licht bleibt. Ältere Geräte bieten oft nur eine niedrigere Bildrate und keine Superzeitlupe.

Wenn dein jetziges Handy hier an Grenzen stößt, muss es kein teures neues Modell sein. Ein geprüftes, generalüberholtes Smartphone aus einer etwas jüngeren Generation bringt beim Video oft einen spürbaren Sprung, ohne den Neupreis. Bei uns wird jedes refurbished Gerät im Haus geprüft. Stöbern kannst du im ganzen Smartphone-Sortiment, neu und generalüberholt nebeneinander.

Talkis Empfehlung

Fang klein an: Leg das Handy für einen Zeitraffer einfach mal ans Fenster und lass die Wolken zwei Minuten laufen. Für die Zeitlupe such dir eine helle Szene mit klarer Bewegung, ein springendes Kind oder Wasser aus dem Hahn, und film ein paar Sekunden. Wenn du merkst, dass dir das Spaß macht und dein Gerät bei Licht oder Bildrate limitiert, ist das ein guter Anlass, über ein moderneres Modell nachzudenken. Frag mich, wenn du wissen willst, welches Handy für Video und Kamera zu dir passt.

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Häufige Fragen

Wie erstelle ich einen Zeitraffer am Handy? Öffne die Kamera-App und wähle den Zeitraffer-Modus. Beim iPhone heißt er „Zeitraffer", beim Pixel ebenfalls „Zeitraffer" und bei Samsung „Hyperlapse". Handy ruhig hinstellen, auf Aufnahme tippen, am Ende auf Stopp. Die Kamera setzt die Einzelbilder automatisch zum schnellen Video zusammen.

Was ist der Unterschied zwischen Zeitraffer und Zeitlupe? Zeitraffer rafft eine lange Aufnahme auf wenige Sekunden zusammen, dadurch wirken langsame Vorgänge schnell. Zeitlupe dehnt einen kurzen Moment in die Länge, dadurch wird schnelle Bewegung sichtbar. Zeitraffer nimmt also weniger Bilder über lange Zeit auf, Zeitlupe sehr viele Bilder in kurzer Zeit.

Warum ist meine Zeitlupe dunkel oder körnig? Zeitlupe braucht viel Licht, weil die Kamera pro Bild nur sehr kurz belichten kann. Bei wenig Licht wird das Ergebnis dunkel und rauscht. Film in heller Umgebung oder bei Tageslicht, dann wird die Zeitlupe sauber.

Kann ich die Zeitlupen-Geschwindigkeit ändern? Ja. Beim iPhone stellst du unter Einstellungen, Kamera, Slo-Mo aufnehmen die Bildrate ein, etwa 1080p mit 120 oder 240 fps. Beim Pixel wählst du die Abspielgeschwindigkeit direkt im Zeitlupen-Modus, bei Samsung entscheidet zwischen normaler Zeitlupe und Superzeitlupe, wie stark verlangsamt wird.

Braucht jeder Zeitraffer ein Stativ? Nicht zwingend, aber es hilft enorm. Weil der Zeitraffer viele Minuten aus einer festen Position aufnimmt, fällt jede kleine Bewegung im Endvideo als Ruckeln auf. Eine feste Unterlage reicht oft schon.

Wo finde ich die Modi, wenn meine Kamera-App anders aussieht? Hersteller ändern die Menüs mit Updates, je nach Modell liegen die Modi etwas anders. Such nach einer Modus-Leiste neben dem Auslöser oder einem Menüpunkt „Mehr". Zeitraffer, Hyperlapse und Zeitlupe sind fast immer dort einsortiert.

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