Wie lange bekommt mein Smartphone noch Updates?

Wie lange bekommt mein Smartphone noch Updates?

Es ist die Frage, die beim Handykauf am häufigsten untergeht und am Ende am meisten zählt: Wie lange versorgt der Hersteller das Gerät noch mit Updates? Solange ein Smartphone Updates bekommt, bleibt es sicher und bekommt neue Funktionen. Hört der Support auf, wird es mit der Zeit angreifbar, auch wenn sonst alles funktioniert. Lange war das schwer herauszufinden. Seit 2025 ist es viel einfacher geworden, und das ist eine gute Nachricht, besonders wenn du über ein generalüberholtes Gerät nachdenkst.

Talkis Tipp. Viele glauben, ein gebrauchtes Handy sei schnell „abgelaufen". Das stimmt heute oft nicht mehr. Ein generalüberholtes Spitzenmodell von 2024 bekommt teils noch bis in die 2030er Updates, kostet aber deutlich weniger als neu. Worauf du beim Kauf schauen solltest, zeige ich dir hier. Wenn du direkt stöbern willst, starte bei unseren Smartphones — neu und generalüberholt an einem Ort. — Talki, dein Berater

Das Wichtigste in Kürze

  • Seit Juni 2025 gilt eine EU-Pflicht: Neue Smartphones und Tablets müssen mindestens fünf Jahre Betriebssystem- und Sicherheitsupdates bekommen, kostenlos.
  • Die fünf Jahre zählen ab Verkaufsende, nicht ab deinem Kaufdatum. In der Praxis ist die Versorgung dadurch meist länger.
  • Die guten Hersteller liefern deutlich mehr: Samsung und Google geben auf aktuelle Modelle bis zu sieben Jahre, Apple versorgt iPhones traditionell sehr lange.
  • Gut zu wissen beim Gebrauchtkauf: Ein generalüberholtes Gerät ist nicht automatisch kurz versorgt. Bei aktuellen Modellen sind oft noch viele Jahre Updates übrig.
  • Du kannst es selbst nachprüfen über die Support-Seite des Herstellers und das neue EU-Energielabel.

Was die EU seit 2025 vorschreibt

Im Kern geht es um eine Verordnung mit dem sperrigen Namen Ökodesign-Verordnung (EU) 2023/1670. Sie ist seit dem 20. Juni 2025 verbindlich und gilt für alle neuen Smartphones und Tablets, die seither in der EU verkauft werden. Drei Punkte sind für dich wichtig:

  • Mindestens fünf Jahre Updates. Betriebssystem- und Sicherheitsupdates müssen für mindestens fünf Jahre kostenlos bereitstehen.
  • Gerechnet ab Verkaufsende. Die Frist beginnt nicht an dem Tag, an dem du das Gerät kaufst, sondern an dem Tag, an dem der Hersteller das Modell zuletzt verkauft. Ein Modell, das zwei Jahre im Handel ist, ist also rechnerisch bis zu sieben Jahre ab Marktstart versorgt.
  • Ein neues Energielabel. Ähnlich wie bei Kühlschränken gibt es jetzt für Smartphones ein Label, das unter anderem Akku, Robustheit und Reparierbarkeit zeigt. Die Daten landen in einer öffentlichen EU-Datenbank, sodass die Update-Dauer nachprüfbar wird.

Ehrlich bleiben gehört dazu: Die Regel verpflichtet Hersteller, vorhandene Updates bereitzustellen. Sie zwingt niemanden, ewig neue Software zu entwickeln. Fünf Jahre sind also die Untergrenze für Neugeräte ab Mitte 2025, und ältere Modelle fallen noch nicht unter die Pflicht. Die gute Nachricht ist: Die wichtigen Hersteller liegen ohnehin längst über diesem Minimum.

Wie lange liefert welcher Hersteller?

Hier die grobe Orientierung. Die genaue Zahl hängt am konkreten Modell, der Trend geht aber bei allen nach oben.

Apple iPhone

Apple nennt keine feste Jahreszahl, versorgt iPhones in der Praxis aber sehr lange. Aktuelle Modelle bekommen über etwa sieben Jahre neue iOS-Versionen und Sicherheitsupdates. Das ist einer der Gründe, warum sich ein älteres, generalüberholtes iPhone so lohnt: Es ist oft noch jahrelang aktuell. Welche Modelle gerade verfügbar sind, siehst du bei den gebrauchten iPhones.

Samsung Galaxy

Samsung hat beim Support deutlich nachgelegt. Aktuelle Galaxy-Modelle ab der S24-Generation bekommen sieben Jahre Android- und Sicherheitsupdates, Versorgung bis in die frühen 2030er. Auch viele Geräte der beliebten Mittelklasse-Reihe sind heute mehrere Jahre versorgt. Eine gute Wahl, wenn du lange Ruhe haben willst, findest du bei den Samsung-Smartphones und in der günstigeren Galaxy-A-Serie.

Google Pixel

Google gibt seit dem Pixel 8 ebenfalls sieben Jahre Updates, und zwar auch auf die günstigeren a-Modelle. Wer ein schlankes, unverändertes Android mit langer Versorgung sucht, ist hier richtig.

Günstige Android-Geräte

Bei sehr preiswerten Einsteigern war die Update-Versorgung früher oft kurz und unklar. Genau hier wirkt die neue EU-Pflicht am stärksten, weil sie auch dem Budget-Segment eine Untergrenze setzt. Trotzdem lohnt der Blick aufs konkrete Modell: Ein etwas teureres Mittelklasse-Gerät, das noch mehrere Jahre Updates bekommt, ist meist die bessere Wahl als das billigste, das schon bald aus der Versorgung fällt.

Warum das gerade beim Gebrauchtkauf eine gute Nachricht ist

Viele zögern beim generalüberholten Handy, weil sie befürchten, das Gerät sei softwareseitig bald am Ende. Rechne kurz nach, dann kippt das Bild. Wenn ein Spitzenmodell sieben Jahre Updates bekommt und du es ein bis zwei Jahre nach Marktstart generalüberholt kaufst, sind immer noch fünf oder mehr Jahre Versorgung übrig. Du bezahlst deutlich weniger und bekommst trotzdem ein Gerät, das bis weit in die 2030er sicher bleibt.

Genau das macht den Recommerce-Kauf heute sicherer als früher. Bei uns ist jedes Gerät im Haus geprüft und voll funktionsfähig, der Unterschied zum Neugerät ist vor allem der Preis und je nach Zustandsstufe die Optik. Die Update-Versorgung hängt nicht am Zustand, sondern am Modell. Ein gepflegtes, generalüberholtes Flaggschiff steht bei den Updates genauso da wie das fabrikneue Exemplar desselben Modells.

Welche aktuellen Modelle das betrifft, siehst du in unserem Smartphone-Sortiment, wo neue und generalüberholte Geräte direkt nebeneinander stehen.

So prüfst du die Update-Dauer selbst

Du musst niemandem glauben, du kannst es nachsehen. Drei Wege:

  • Support-Seite des Herstellers. Samsung, Google und Apple listen je Modell, wie lange Updates zugesagt sind.
  • Das EU-Energielabel. Neue Geräte tragen es, und über die EU-Produktdatenbank EPREL lässt sich die zugesagte Versorgungsdauer nachschlagen.
  • Am Gerät selbst. In den Einstellungen unter Softwareupdate siehst du, ob das Gerät noch aktuelle Updates zieht und wann das letzte kam.

Bei uns nennen wir die Modelle, sodass du die Versorgung direkt prüfen kannst. Wo wir eine belastbare Angabe haben, schreiben wir sie dazu. Wo wir sie noch nicht sicher belegen können, raten wir nicht, sondern ergänzen sie, sobald die Quelle steht.

Talkis Empfehlung

Beim Kauf zählt nicht nur, was ein Gerät heute kostet, sondern wie lange es dich begleitet. Zwei Fragen reichen: Bekommt das Modell noch Updates, und wie viele Jahre sind voraussichtlich übrig? Liegt die Antwort bei mehreren Jahren, ist ein generalüberholtes Gerät meist die klügere Wahl als ein billiges Neugerät mit kurzer Versorgung. Stöbere durch unser Smartphone-Sortiment, wo neue und generalüberholte Geräte zusammenstehen, und wenn du unsicher bist, frag mich.

Häufige Fragen

Wie lange bekommt mein Smartphone Updates? Bei neuen Geräten seit Mitte 2025 mindestens fünf Jahre, gerechnet ab dem Verkaufsende des Modells. Aktuelle Modelle von Apple, Samsung und Google liegen mit bis zu sieben Jahren deutlich darüber. Die genaue Dauer steht auf der Support-Seite des Herstellers.

Bekommt ein gebrauchtes Handy noch Updates? Ja. Die Update-Versorgung hängt am Modell, nicht am Zustand. Ein generalüberholtes aktuelles Modell bekommt genauso lange Updates wie das fabrikneue Exemplar. Bei jüngeren Spitzenmodellen sind oft noch viele Jahre übrig.

Was ist die EU-Update-Pflicht? Die Ökodesign-Verordnung (EU) 2023/1670, verbindlich seit Juni 2025. Sie verlangt für neue Smartphones und Tablets mindestens fünf Jahre kostenlose Betriebssystem- und Sicherheitsupdates sowie ein Energielabel und mehrjährige Ersatzteil-Verfügbarkeit.

Woran erkenne ich, wie lange ein Gerät versorgt wird? Über die Support-Seite des Herstellers, über das EU-Energielabel und die zugehörige EU-Datenbank, und am Gerät selbst unter Einstellungen, Softwareupdate.

Warum sind Updates so wichtig? Sicherheitsupdates schließen Lücken, über die Angreifer sonst an deine Daten kämen. Auch das BSI rät, nur Geräte zu nutzen, die noch mit Updates versorgt werden. Solange das der Fall ist, bleibt ein Gerät sicher nutzbar, auch wenn es schon ein paar Jahre alt ist.

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