Welches iPhone passt zu mir? Der Modell-Wegweiser

Welches iPhone passt zu mir? Der Modell-Wegweiser

Die Frage klingt einfach und wird schnell unübersichtlich. Apple verkauft nicht ein iPhone, sondern eine ganze Reihe nebeneinander: ein normales Modell, ein großes Modell ohne Pro-Kamera, die Pro-Modelle mit Pro Max an der Spitze und ein günstigeres Einsteiger-Gerät. Alle sehen sich ähnlich und laufen mit demselben iOS, sind aber für unterschiedliche Menschen gemacht. Dieser Wegweiser sortiert die Reihe nach Typ statt nach Baujahr. Am Ende weißt du, welche Klasse zu deinem Alltag passt, und suchst dann in Ruhe die genaue Generation aus.

Talkis Tipp. Frag dich nicht zuerst „welches Jahr", sondern „welche Klasse". Für die allermeisten reicht das normale iPhone. Zum Pro greifst du, wenn dir echter optischer Zoom und aufwendiges Filmen etwas bedeuten, zum großen Modell für viel Bildschirm ohne Pro-Kamera, zum Einsteiger-Modell, wenn dir ein zuverlässiges iPhone ohne Extras genügt. Eine Sache noch, gerade beim Gebrauchtkauf: Das flüssige 120-Hz-Display war lange Pro-Sache, im jüngsten Basismodell steckt es inzwischen auch. Unsicher? Frag mich. — Talki, dein Berater

Das Wichtigste in Kürze

  • Das normale iPhone ist die Standardwahl. Sehr gute Doppelkamera, handliches Format, alles, was der Alltag braucht. Wer nicht genau weiß, was er will, liegt hiermit fast immer richtig.
  • Das große Modell ist das normale iPhone mit mehr Fläche. Größerer Bildschirm ohne Pro-Objektiv, für alle, die viel lesen, schauen und navigieren. In älteren Jahrgängen heißt es Plus, in der aktuellen Reihe das besonders dünne, leichte Air.
  • Die Pro-Modelle sind für Zoom und Video. Nur sie haben ein echtes Teleobjektiv, das weit entfernte Motive optisch heranholt, dazu Profi-Videoformate. Das Pro Max ist das größte und ausdauerndste iPhone der Reihe.
  • 120 Hz ist nicht mehr allein Pro-Sache. Das flüssige Display und das Always-On waren bis vor Kurzem Pro-Modellen vorbehalten, seit dem jüngsten Basismodell gibt es beides auch dort. Bei älteren Generationen bleibt 120 Hz ein echtes Pro-Merkmal, bei der neuesten nicht mehr.
  • Das Einsteiger-Modell ist der günstigste Weg ins iPhone. Es verzichtet auf die zweite Kamera, auf das flüssige Display und ein paar Komfort-Funktionen, bleibt aber ein vollwertiges, aktuelles iPhone.

Die vier Klassen und für wen sie gemacht sind

Statt dich durch Datenblätter zu quälen, hier die Reihe in vier Klassen. Jede hat einen klaren Zweck.

Das normale iPhone. Das Modell für die meisten, und das ist keine Verlegenheitsantwort. Du bekommst ein handliches Gerät mit einer sehr guten Doppelkamera aus Haupt- und Ultraweitwinkelobjektiv, ein helles OLED-Display, den schnellen Alltags-Chip der jeweiligen Generation und dieselbe lange Update-Aussicht wie die teureren Geschwister. Was ihm fehlt, ist das echte Teleobjektiv der Pro-Reihe für weit entfernte Motive. Das flüssige 120-Hz-Display dagegen ist keine Trennlinie mehr: In den jüngsten Standardmodellen ist es an Bord, in den älteren nicht.

Das große Modell ohne Pro-Kamera. Technisch nah am normalen iPhone, nur mit größerem Bildschirm und ohne Pro-Objektiv. Die richtige Wahl, wenn dir viel Anzeigefläche wichtig ist, zum Lesen, für Videos und Navigation, du aber keine Pro-Kamera brauchst. Der Name wechselt mit dem Jahrgang: In älteren Generationen ist es das Plus mit besonders langer Laufzeit, in der aktuellen Reihe das Air mit dünner, leichter Bauweise. Du zahlst hier für Format, nicht für Kamera-Technik.

Die Pro-Modelle. Der Aufpreis steckt heute vor allem in der Kamera und im Video. Nur die Pro-Modelle haben ein echtes Teleobjektiv, mit dem du weiter entfernte Motive optisch scharf heranholst statt nur digital hineinzuvergrößern, und ihre optische Reichweite geht deutlich weiter als beim Standardmodell. Dazu kommen Profi-Videoformate für alle, die ernsthaft filmen und ihr Material später bearbeiten. Das Pro Max ist die Vollausbaustufe mit dem größten Display und der längsten Laufzeit, dafür dem höchsten Gewicht. Das kompaktere Pro bietet dieselbe Technik handlicher.

Das Einsteiger-Modell. Apple hat das kompakte SE mit Home-Button abgelöst und führt heute ein Einsteiger-Modell in modernem Format, den günstigsten Weg zu einem aktuellen iPhone. Der sichtbarste Unterschied zur Standardklasse ist die Kamera: nur ein Rückobjektiv statt zwei, es fehlt also der Ultraweitwinkel für weite Landschaften und enge Räume. Auch das flüssige Display bleibt außen vor, es läuft mit der normalen Bildrate. Was bleibt, ist ein vollwertiges iPhone mit aktuellem Chip, gutem OLED-Display und derselben Software wie die großen Modelle. Wer vor allem telefonieren, schreiben, im Netz sein und gelegentlich fotografieren will, kommt damit bestens aus.

Woran du deine Klasse festmachst

Drei Fragen bringen dich schneller ans Ziel als jede Spezifikationstabelle.

  • Wie wichtig ist dir die Kamera? Für Schnappschüsse und Urlaub reicht das normale oder das große Modell. Willst du weit entfernte Motive optisch heranzoomen oder aufwendig filmen, führt an einem Pro kein Weg vorbei. Kommt es dir auf Fotos kaum an, spart das Einsteiger-Modell genau hier.
  • Wie groß soll es sein? Handlich und leicht sprechen fürs normale oder fürs Einsteiger-Modell, große Fläche fürs Plus, Air oder Pro Max.
  • Wie lange willst du es behalten? Ein neueres Standardmodell begleitet dich länger als ein älteres Pro, denn die Updates hängen an der Generation, nicht an der Klasse.

Merk dir vor allem eins: Die Pro-Modelle kaufen dir mehr Kamera, nicht mehr Zukunft. Beim flüssigen Display kommt es aufs Baujahr an, nicht aufs Pro-Logo.

Was der Gebrauchtkauf verschiebt

Neu sind die Klassen preislich klar gestaffelt, die Pro-Modelle liegen oben. Refurbished ändert das Bild. Weil ein iPhone den größten Teil seines Werts in den ersten beiden Jahren verliert, rücken die Klassen beim generalüberholten Kauf enger zusammen. Statt „Standard oder Pro im selben Jahrgang" heißt die Frage dann „ein aktuelles Standardmodell oder ein etwas älteres Pro für ähnliches Geld".

Hier lohnt der Blick aufs Display besonders. In den älteren Generationen, die generalüberholt gerade attraktiv sind, war das flüssige 120-Hz-Display samt Always-On den Pro-Modellen vorbehalten. Ist dir geschmeidiges Scrollen wichtig und kaufst du in diesen Jahrgängen, führt der Weg über ein geprüftes Pro. Bei den ganz neuen Geräten bekommst du 120 Hz auch im Basismodell. Umgekehrt fährt, wer ein makelloses Gerät will und auf Teleobjektiv und Profi-Video verzichten kann, mit einem Standardmodell in Bestzustand entspannter als mit einem Pro in einfacher Erhaltung. Beide Wege sind legitim.

Wichtig ist nur die Trennung im Kopf: Ein neues iPhone und ein generalüberholtes sind zwei verschiedene Dinge, kein Zwischending. Bei uns wird jedes Gerät vor dem Verkauf im Haus geöffnet und nach 56 Kriterien auf Funktion und Optik geprüft, und der genaue Zustand steht bei jedem Angebot dabei.

Die ganze Reihe, mit Live-Preis und Energielabel auf jeder Karte, findest du in der Übersicht der iPhones.

Talkis Empfehlung

Geh von deinem Alltag aus, nicht vom teuersten Modell rückwärts. Für die große Mehrheit ist das normale iPhone die ehrliche Wahl: sehr gute Kamera, handlich, alles dabei. Willst du viel Bildschirm ohne Pro-Kamera, nimm das Plus oder das Air. Bist du bei Zoom oder Video anspruchsvoll, lohnt sich ein Pro, an der Spitze das Pro Max. Reicht dir ein solides iPhone ohne Extras, ist das Einsteiger-Modell der vernünftigste Start. Und für eine Klasse höher, als das Budget neu hergibt, ist ein geprüftes Vorjahresmodell der Hebel.

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Häufige Fragen

Welches iPhone soll ich kaufen, wenn ich mich nicht entscheiden kann? Das normale iPhone. Es hat eine sehr gute Doppelkamera, ein handliches Format und dieselbe lange Software-Aussicht wie die teureren Modelle. Die echte Pro-Zutat, das Teleobjektiv für weit entfernte Motive, vermisst du nur, wenn du weißt, wofür du sie brauchst. Wer im Zweifel ist, macht mit dem Standardmodell fast nie einen Fehler.

Lohnt sich der Aufpreis für ein iPhone Pro? Bei den ganz aktuellen Geräten vor allem, wenn du das echte Teleobjektiv mit optischem Zoom und die Profi-Videoformate nutzt. Das flüssige 120-Hz-Display allein ist kein Pro-Grund mehr, das steckt inzwischen auch im Basismodell. Anders bei älteren Jahrgängen: Dort war 120 Hz samt Always-On dem Pro vorbehalten, hier kann sich der Griff zum Pro auch fürs Display lohnen. Geht es dir vor allem um ein gutes Alltagstelefon, steckst du das Geld besser in mehr Speicher oder eine neuere Generation.

Für wen lohnt sich das Einsteiger-Modell? Für alle, die ein aktuelles iPhone zum günstigsten Kurs wollen und auf die zweite Kamera, das flüssige Display und ein paar Komfort-Funktionen verzichten können. Es ist ein vollwertiges iPhone mit aktuellem Chip und aktueller Software. Wer viel fotografiert oder Wert auf ein geschmeidiges Display legt, ist mit einem Standard- oder Pro-Modell besser bedient.

Bekommen die günstigeren Modelle kürzer Updates als die Pro-Modelle? Nein. Die Update-Versorgung hängt an der Generation, nicht an der Klasse. Ein normales iPhone bekommt genauso lange neue iOS-Versionen wie das Pro desselben Jahrgangs. Achte für Langlebigkeit also aufs Baujahr, nicht aufs Pro-Logo. Die zugesagte Versorgungsdauer lässt sich über das EU-Energielabel und die EPREL-Datenbank nachschlagen.

Über diesen Ratgeber

Diesen Wegweiser hat Talki zusammengestellt, der digitale Assistent von talk-point. Du hast eine Frage, die hier nicht beantwortet wird? Frag Talki, er hilft dir direkt weiter.

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