Refurbished iPad und Tablet kaufen: worauf du achten solltest

Refurbished iPad und Tablet kaufen: worauf du achten solltest

Ein neues iPad oder Android-Tablet ist eine ordentliche Anschaffung, und viele Geräte auf dem Gebrauchtmarkt sind kaum genutzt. Genau da setzt der Kauf eines generalüberholten Tablets an: ein geprüftes Gerät, günstiger als neu, im Alltag nicht von einem fabrikneuen zu unterscheiden. Damit das aufgeht, musst du wissen, was „generalüberholt" wirklich bedeutet und woran du gute Qualität erkennst. Dieser Ratgeber führt dich durch die Zustandsstufen und die Punkte, die vor dem Kauf zählen: Akku, Display, Aktivierungssperre, Update-Versorgung, WLAN- oder Cellular-Modell und das mitgelieferte Zubehör.

Das Wichtigste in Kürze

  • Generalüberholt heißt geprüft und aufbereitet. Jedes Gerät wird geöffnet, getestet und für den Verkauf hergerichtet, bevor es zu dir kommt.
  • Die Zustandsstufen wie neu, sehr gut und gut beschreiben nur das äußere Erscheinungsbild, nicht die Funktion. Ein „gut" bewertetes Gerät funktioniert genauso wie ein „wie neu" bewertetes.
  • Die Akkufunktion ist geprüft. Achte auf diese Angabe, sie sagt dir, dass der Akku im Funktionstest war.
  • Das Gerät ist aus dem Vorbesitzer-Account gelöst. Aktivierungssperre entfernt, auf Werk zurückgesetzt, du richtest es wie ein neues ein.
  • Kläre WLAN oder Cellular. Nur Cellular-Modelle nehmen eine SIM oder eSIM für mobiles Internet. WLAN-Modelle gehen nur über WLAN online.
  • Prüfe die Update-Versorgung des konkreten Modells. Je älter die Generation, desto wichtiger der Blick darauf, wie lange der Hersteller sie noch mit Updates versorgt.

Was „generalüberholt" bei einem Tablet bedeutet

Refurbished, renewed, generalüberholt: Die Verbraucherzentrale ordnet diese Begriffe als professionell aufbereitete Ware ein, also gebrauchte, aber technisch einwandfrei funktionierende Geräte (siehe Quellen). Der Unterschied zu einem beliebigen Privatverkauf liegt in genau dieser Aufbereitung. Ein generalüberholtes Tablet ist kein Gerät, das ungesehen weitergereicht wird, sondern eines, das durch eine Prüfung gelaufen ist.

Bei talk-point öffnen und prüfen wir die Geräte im eigenen Haus. Ein Tablet wird auf Funktion getestet, gereinigt, die Daten des Vorbesitzers werden entfernt und der Zustand wird bewertet, bevor es in den Verkauf geht. Das ist der Kern des Versprechens: Du bekommst kein Überraschungspaket, sondern ein Gerät, dessen Zustand jemand angeschaut und eingeordnet hat. Die grundsätzliche Abwägung zwischen neu und generalüberholt nimmt der Ratgeber Neues iPhone oder refurbished? auseinander, die Logik gilt für Tablets genauso.

Die Zustandsstufen: wie neu, sehr gut, gut

Generalüberholte Tablets werden nach ihrem äußeren Erscheinungsbild in Stufen eingeteilt. Üblich sind drei:

  • Wie neu: kaum bis gar keine Gebrauchsspuren. Das Gerät sieht praktisch aus wie frisch ausgepackt.
  • Sehr gut: leichte Gebrauchsspuren, etwa feine Kratzer am Rahmen oder auf der Rückseite, die im Alltag kaum auffallen.
  • Gut: sichtbare Gebrauchsspuren, ohne dass die Nutzung eingeschränkt ist.

Wichtig ist die Einordnung dieser Stufen: Sie beschreiben die Optik, nicht die Funktion. Ein Gerät der Stufe „gut" funktioniert genauso zuverlässig wie eines der Stufe „wie neu", es zeigt nur mehr Spuren seines ersten Lebens. Die Stufe ist damit kein Makel, sondern eine Wahl. Wer den Preisvorteil mitnehmen und über ein paar Kratzer hinwegsehen will, greift zu „gut". Wer ein makelloses Gerät will, zahlt für „wie neu" etwas mehr. Wenn du bewusst nach Geräten mit sichtbaren Spuren und dem größten Abstand zum Neupreis suchst, findest du sie unter den Tablets mit Gebrauchsspuren. Die volle Auswahl aller Zustände liegt bei den generalüberholten Tablets.

Worauf du beim Kauf achtest

Sechs Punkte entscheiden darüber, ob ein generalüberholtes Tablet zu dir passt. Bei geprüfter Ware sind die meisten davon bereits erledigt, beim Privatkauf musst du sie selbst durchgehen.

Akkufunktion

Der Akku ist bei einem Tablet das Bauteil, das sich mit der Zeit abnutzt. Bei geprüfter Ware ist die Akkufunktion geprüft, das Gerät war also im Funktionstest und lädt und hält, wie es soll. Sei vorsichtig bei Angeboten, die mit einer exakten Prozentzahl zur Akkukapazität werben, denn diese Werte sind im Alltag schwer nachzuvollziehen. Entscheidend ist, dass die Funktion des Akkus geprüft wurde.

Display auf Kratzer und Pixelfehler

Das Display ist beim Tablet die größte Fläche und der teuerste Einzelteil. Schau dir die Produktbilder genau an, ob es sich um Fotos des tatsächlichen Geräts oder um Symbolbilder handelt, rät auch die Verbraucherzentrale. Achte auf tiefe Kratzer, die man im Betrieb sieht, und auf Pixelfehler, also einzelne Bildpunkte, die dauerhaft schwarz oder farbig bleiben. Bei geprüfter Ware ist das Display Teil des Funktionstests, feine Spuren spiegeln sich in der Zustandsstufe wider.

Aktivierungssperre entfernt und auf Werk zurückgesetzt

Das ist der Punkt, an dem beim Tablet-Kauf am meisten schiefgehen kann. Apple-Geräte sind über die Aktivierungssperre an die Apple-ID des Vorbesitzers gebunden. Ist diese Sperre nicht entfernt, lässt sich das iPad nicht neu einrichten und ist praktisch unbrauchbar. Apple rät ausdrücklich davon ab, ein gebrauchtes iPad zu übernehmen, das noch durch die Aktivierungssperre geschützt ist (siehe Quellen). Ein sauber aufbereitetes Gerät ist aus dem Account des Vorbesitzers gelöst und auf die Werkseinstellungen zurückgesetzt, sodass du es wie ein fabrikneues einrichtest. Wie diese Sperre funktioniert und wie du sie prüfst, erklärt der Ratgeber Aktivierungssperre entfernen im Detail. Bei Android gilt sinngemäß dasselbe über den Google-Account und den Werksreset.

Software-Update-Versorgung des Modells

Ein Tablet begleitet dich oft über Jahre, deshalb zählt, wie lange der Hersteller das konkrete Modell noch mit Updates versorgt. Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass ältere Smartphones und Tablets unter Umständen keine Updates mehr bekommen, und rät, das vor dem Kauf zu prüfen. Apple versorgt iPads erfahrungsgemäß viele Jahre mit neuen iPadOS-Versionen, was gerade ältere Modelle auf dem Gebrauchtmarkt interessant macht. Bei Android lohnt der Blick auf die konkrete Update-Zusage des Herstellers für die jeweilige Reihe. Prüfe also nicht nur „ist es ein iPad", sondern welches Modell und welche Generation.

WLAN- oder Cellular-Modell

Tablets gibt es in zwei Varianten. Ein WLAN-Modell geht ausschließlich über WLAN ins Internet, ein Cellular-Modell (bei Apple „Wi-Fi + Cellular") hat zusätzlich einen Steckplatz für eine SIM oder eine eSIM und kann so auch unterwegs mobil online gehen. Das Cellular-Modell ist teurer, lohnt sich aber nur, wenn du das Tablet regelmäßig ohne WLAN nutzen willst. Kläre das vor dem Kauf, denn nachrüsten lässt es sich nicht. Wie mobiles Internet auf dem Tablet über SIM und eSIM läuft, zeigt der Ratgeber Tablet mit SIM und eSIM.

Mitgeliefertes Zubehör

Prüfe, was im Lieferumfang enthalten ist. Ein Ladekabel gehört in der Regel dazu, ein Netzteil nicht immer, weil Hersteller es teils schon bei Neugeräten weglassen. Zubehör wie ein Stift (etwa der Apple Pencil) oder eine Tastatur ist beim Tablet fast immer separat und liegt einem generalüberholten Gerät nicht bei. Rechne solches Zubehör also gedanklich hinzu, wenn du es brauchst, und schau, ob es zum jeweiligen Modell überhaupt passt.

Warum ein Tablet ein guter Recommerce-Kauf ist

Tablets eignen sich besonders gut für den Kauf aus zweiter Hand. Sie werden im Alltag oft schonender genutzt als ein Smartphone: Sie stecken nicht in der Hosentasche, fallen seltener herunter und liegen häufig zu Hause auf dem Sofa oder Schreibtisch. Viele Geräte kommen deshalb in einem sehr guten Zustand auf den Gebrauchtmarkt und haben ihr eigentliches Leistungsvermögen noch lange nicht ausgereizt.

Dazu kommt, dass die Leistung eines Tablets für die typischen Aufgaben, also Surfen, Streaming, Lesen, Videotelefonie und einfache Büroarbeit, schon seit einigen Generationen mehr als ausreicht. Ein Modell, das zwei oder drei Jahre alt ist, macht diese Dinge genauso flüssig wie ein aktuelles. Der Aufpreis für das jeweils neueste Gerät zahlt sich für diese Nutzung selten aus. Ein geprüftes, generalüberholtes Tablet bringt dir denselben Alltag zu einem geringeren Preis. Welches Modell zu deinem Nutzungsprofil passt, sortiert die Tablet-Kaufberatung.

iPad oder Android generalüberholt?

Die Grundsatzfrage zwischen iPad und Android stellt sich beim generalüberholten Kauf genauso wie beim Neugerät, nur mit einem zusätzlichen Argument fürs iPad. Apple pflegt seine Geräte über einen langen Zeitraum mit Updates, deshalb sind auch mehrere Jahre alte iPads oft noch voll alltagstauglich. Das macht sie zu einem der beliebtesten Geräte im Recommerce. Welches iPad zu dir passt und wie sich die Reihen Air, Pro, mini und das Basis-iPad unterscheiden, klärt der Ratgeber Welches iPad kaufen?. Die geprüften Apple-Geräte findest du bei den generalüberholten iPads.

Android-Tablets sind vielfältiger und decken vom günstigen Einstieg bis zum Oberklasse-Gerät ein breiteres Feld ab. Hier lohnt der genaue Blick auf die Update-Zusage des Herstellers, weil sie sich zwischen den Reihen deutlich unterscheidet. Wer im Samsung-Ökosystem zu Hause ist oder ein bestimmtes Format sucht, wird bei den Samsung-Tablets fündig. Einen Überblick über alle Systeme und Größen gibt die Übersicht der Tablets.

Häufige Fragen

Was heißt generalüberholt bei einem Tablet? Generalüberholt bedeutet, dass ein gebrauchtes Tablet geprüft und aufbereitet wurde, bevor es in den Verkauf geht. Bei talk-point öffnen und testen wir die Geräte im eigenen Haus, entfernen die Daten des Vorbesitzers und bewerten den Zustand. Du bekommst ein funktionsgeprüftes Gerät, günstiger als neu.

Woran erkenne ich ein gutes generalüberholtes iPad? An drei Dingen: Die Akkufunktion ist geprüft, die Aktivierungssperre ist entfernt und das Gerät auf Werk zurückgesetzt, und die Zustandsstufe passt zu dem, was du auf den Produktbildern siehst. Prüfe zusätzlich, ob das konkrete Modell noch Updates bekommt und ob es die von dir gewünschte Variante ist, also WLAN oder Cellular.

Was bedeuten die Zustandsstufen wie neu, sehr gut und gut? Sie beschreiben das äußere Erscheinungsbild. „Wie neu" hat kaum Spuren, „sehr gut" leichte, „gut" sichtbare Gebrauchsspuren. Die Funktion ist bei allen Stufen gleich. Die Stufe ist eine Wahl zwischen makelloser Optik und größerem Preisabstand, kein Zeichen für schlechtere Technik.

Muss ich mir Sorgen um den Akku machen? Bei geprüfter Ware ist die Akkufunktion getestet. Achte auf diese Angabe. Von exakten Prozentzahlen zur Restkapazität solltest du dich nicht blenden lassen, entscheidend ist, dass die Funktion des Akkus geprüft wurde.

WLAN oder Cellular, welches Tablet brauche ich? Ein WLAN-Modell geht nur über WLAN online. Ein Cellular-Modell nimmt zusätzlich eine SIM oder eSIM und kann auch unterwegs ohne WLAN ins Internet. Wenn du das Tablet fast immer zu Hause oder im Büro nutzt, reicht WLAN. Für die Nutzung unterwegs brauchst du Cellular. Nachrüsten geht nicht.

Ist das Zubehör dabei? Ein Ladekabel liegt meist bei, ein Netzteil nicht immer. Stift und Tastatur sind beim Tablet fast immer separat und gehören nicht zum Lieferumfang eines generalüberholten Geräts. Plane solches Zubehör ein, wenn du es nutzen willst.

Fazit: geprüft kaufen, auf die richtigen Punkte achten

Ein generalüberholtes Tablet ist ein guter Weg zu einem iPad oder Android-Gerät, ohne den vollen Neupreis zu zahlen. Weil Tablets im Alltag oft schonend genutzt werden, kommen viele in sehr gutem Zustand auf den Gebrauchtmarkt, und ihre Leistung reicht für die typischen Aufgaben über Jahre. Wichtig ist, dass das Gerät geprüft ist: Akkufunktion getestet, Aktivierungssperre entfernt, auf Werk zurückgesetzt, Zustand ehrlich eingeordnet.

Achte vor dem Kauf auf die Zustandsstufe, die Update-Versorgung des konkreten Modells, die Frage WLAN oder Cellular und darauf, welches Zubehör dabei ist. Bei geprüfter, generalüberholter Ware ist der größte Teil dieser Arbeit schon erledigt, du richtest das Gerät nur noch wie ein neues ein. Unsicher, welches Modell passt? Im TP Store in Eilenburg schauen wir uns die Geräte gemeinsam an.

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Über diesen Ratgeber

Diesen Ratgeber hat Talki zusammengestellt, der digitale Assistent von talk-point. Du hast eine Frage, die hier nicht beantwortet wird, oder brauchst Hilfe bei der Geräteauswahl? Frag Talki — er hilft dir direkt weiter.

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