Galaxy S22 Ultra oder S23 Ultra: Welches lohnt sich gebraucht?

Galaxy S22 Ultra oder S23 Ultra: Welches lohnt sich gebraucht?

Talki auf die Schnelle
  • Beide Ultra sind sich sehr nah: gleiches 6,8-Zoll-Display mit 120 Hz, gleicher S Pen im Gehäuse, gleich große Akkus und der identische Zoom mit dreifach und zehnfach optischer Vergrößerung.
  • Die echten Unterschiede: Das S23 Ultra hat einen deutlich moderneren Prozessor, eine höher auflösende 200-Megapixel-Hauptkamera und voraussichtlich rund ein Update-Jahr mehr. Für Käufer in Europa ist der Chip der wichtigste Punkt.
  • Mein Rat: Wer aus Europa kauft, greift wegen des effizienteren Prozessors und der längeren Update-Versorgung eher zum S23 Ultra. Beim S22 Ultra bleibst du, wenn dir der günstigere Vorgänger-Kurs mehr wert ist als das letzte Stück Reserve.
— Talki, dein Berater

Zuerst die harten Fakten. Der Regler „Nur Unterschiede zeigen" ist voreingestellt, weil bei diesen beiden Geräten das meiste gleich ist. Nimm das Häkchen raus, wenn du die komplette Ausstattung nebeneinander sehen willst.

Werte aus geprüften Herstellerangaben. Chip markenübergreifend über einen Benchmark gewertet, Update-Versorgung je Hersteller aus dessen Zusage. Keine Preise.

Was gleich bleibt

Das Wichtigste zuerst, weil es die Entscheidung leichter macht: Beide Modelle haben dasselbe 6,8-Zoll-Display in QHD-Plus-Auflösung mit der adaptiven Bildrate bis 120 Hz. Beide tragen den S Pen fest im Gehäuse, das ist bei der Ultra-Reihe das Merkmal, für das man sie überhaupt kauft. Beide laden mit 45 Watt, beide sind nach IP68 gegen Wasser geschützt, und die Akkus sind gleich groß.

Auch bei der Kamera ist mehr gleich, als die Datenblätter vermuten lassen. Der Zoom ist bei beiden identisch aufgebaut: eine dreifache und eine zehnfache optische Vergrößerung über zwei eigene Teleobjektive, dazu dieselbe Ultraweitwinkel-Kamera. Wer viel zoomt, bekommt bei beiden Geräten die gleiche Reichweite. In der Hand fühlen sich die beiden fast identisch an, die Maße liegen so dicht beieinander, dass Hüllen und Alltag praktisch gleich sind.

Die echten Unterschiede

Tempo und Chip. Das ist der wichtigste Punkt, und er trifft Käufer in Europa besonders. Das S22 Ultra kam bei uns mit Samsungs eigenem Exynos-2200-Prozessor auf den Markt, das S23 Ultra dagegen weltweit mit dem Snapdragon 8 Gen 2 für Galaxy, auch in Europa. Der neuere Chip arbeitet spürbar effizienter und bleibt unter Last kühler. Im Alltag öffnen beide Geräte Apps flüssig, den Unterschied merkst du weniger beim Antippen als in den Reserven: Das S23 Ultra hat mehr Luft, wenn Spiele und Systemversionen anspruchsvoller werden.

Akku im Alltag. Auf dem Papier sind die Akkus gleich groß, hier gewinnt keiner mit einer größeren Zahl. Den Unterschied macht der Prozessor. Weil der Chip im S23 Ultra sparsamer mit dem Strom umgeht, kommt bei gleicher Nutzung oft mehr Laufzeit heraus, gerade im Vergleich zum europäischen Exynos-Modell des Vorgängers. Wenn du abends ungern nach einer Steckdose suchst, zahlt dieser Effizienzvorteil direkt auf deinen Tag ein.

Kamera. Beide haben denselben Zoom, aber die Hauptkamera unterscheidet sich. Das S22 Ultra löst mit 108 Megapixeln auf, das S23 Ultra mit 200. In der Praxis heißt das nicht doppelt so gute Bilder, aber mehr Spielraum: feinere Details bei gutem Licht und mehr Reserve, wenn du einen Ausschnitt nachträglich vergrößerst. Bei normalen Alltagsfotos, die auf dem Handy oder in sozialen Netzen landen, sehen beide sehr gut und sehr ähnlich aus.

Display. Die Anzeige ist bei beiden praktisch dieselbe in Größe, Auflösung und Bildrate. Das S23 Ultra hat minimal flachere Kanten am Rand, ein Detail, das man in der Hand kaum bemerkt. Als Kaufgrund taugt es nicht.

Update-Versorgung. Das S23 Ultra ist ein Jahr später erschienen und startet damit später in seinen Update-Zyklus. Beide Geräte hat Samsung mit derselben Zusage von vier großen Android-Versionen und fünf Jahren Sicherheitsupdates ausgestattet. Weil das S23 Ultra ein Jahr jünger ist, reicht seine Versorgung nach diesem Muster voraussichtlich rund ein Jahr länger. Das ist eine begründete Angabe nach Samsungs bisherigem Kurs, kein festes Versprechen für ein bestimmtes Datum. Wenn du das Gerät möglichst lange behalten willst, ist der Puffer beim S23 Ultra auf deiner Seite.

Kauf das S23 Ultra, wenn

  • du in Europa kaufst und dir der effizientere Prozessor wichtig ist, der kühler bleibt und im Alltag oft mehr Laufzeit herausholt
  • du das Gerät möglichst lange behalten willst und dir das voraussichtlich zusätzliche Update-Jahr etwas wert ist
  • du gern fotografierst und den Spielraum der höher auflösenden Hauptkamera für Details und Ausschnitte mitnehmen willst

Bleib beim S22 Ultra, wenn

  • du den vollen Ultra-Umfang mit S Pen und dem großen Zoom suchst und beim Preis den Vorgänger-Bonus mitnehmen willst
  • dir das letzte Stück Effizienz und Laufzeit im Alltag nicht so wichtig ist, weil du ohnehin oft in der Nähe einer Ladung bist
  • du planst, in ein paar Jahren wieder zu wechseln, und die etwas längere Update-Versorgung deshalb keine große Rolle spielt

Ein Gedanke, den nur der Gebrauchtkauf ermöglicht

Neu stehen diese beiden Geräte nicht mehr nebeneinander im Regal, refurbished schon. Und hier wird die Entscheidung interessanter als ein reiner Generationssprung: Für ähnliches Geld bekommst du oft ein S23 Ultra im Zustand „Gut" oder ein S22 Ultra in einer sehr guten Erhaltung. Wer Wert auf möglichst wenige Gebrauchsspuren legt, fährt mit dem älteren Modell in besserem Zustand häufig zufriedener als mit dem neueren in einfacher Erhaltung. Wer den moderneren Chip und den Update-Puffer will, nimmt dafür ein paar Spuren mehr in Kauf. Beide Wege sind legitim, es kommt darauf an, was dir wichtiger ist.

Jedes Gerät bei uns wird vor dem Verkauf im Haus geöffnet und nach 56 Kriterien geprüft, und der genaue Zustand steht bei jedem Angebot dabei. So siehst du vor dem Kauf, worauf du dich einlässt.

Fazit

Für die meisten in Europa ist das S23 Ultra die etwas rundere Wahl: gleiches Display, gleicher S Pen, gleicher Zoom, gleiche Akkugröße, aber ein deutlich moderner Prozessor, der kühler und effizienter arbeitet, eine höher auflösende Hauptkamera und voraussichtlich ein Update-Jahr länger. Das S22 Ultra lohnt sich, wenn du den vollen Ultra-Umfang zum günstigeren Vorgänger-Kurs willst und dir das letzte Stück Reserve nicht so wichtig ist. Ein schwaches Gerät ist keines von beiden, es sind zwei Ultra mit unterschiedlichen Prioritäten.

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