Fritzbox-Update: FRITZ!OS sicher aktualisieren

Fritzbox-Update: FRITZ!OS sicher aktualisieren

Ein Router ist das Gerät, durch das dein ganzer Internetverkehr läuft. Genau deshalb ist er auch ein lohnendes Ziel für Angriffe, und genau deshalb ist die Frage, ob die Firmware aktuell ist, keine Kür, sondern Pflicht. Bei der Fritzbox heißt diese Firmware FRITZ!OS. Dieser Ratgeber zeigt, wie du sie in wenigen Schritten aktualisierst, wie lange ein bestimmtes Modell mit Updates versorgt wird und warum genau das beim Kauf einer gebrauchten Fritzbox das wichtigste Kriterium ist.

Talkis Tipp. Schalte das Auto-Update ein und prüfe einmal im Monat unter System > Update, ob deine Fritzbox auf dem aktuellen Stand ist. Das kostet zwei Minuten und schließt eine der größten Sicherheitslücken im Heimnetz: veraltete Router-Firmware. — Talki, dein Berater

Das Wichtigste in Kürze

  • FRITZ!OS ist die Firmware der Fritzbox. Jedes Update bringt Funktionen, Stabilität und vor allem geschlossene Sicherheitslücken.
  • Aktualisiert wird über die Benutzeroberfläche. Du erreichst sie im Browser unter fritz.box, das Update läuft unter System > Update.
  • Auto-Update einschalten. Dann installiert die Box neue Versionen selbstständig, ein manuelles Online-Update ist jederzeit zusätzlich möglich.
  • AVM versorgt Modelle ungewöhnlich lange. Auch über zehn Jahre alte Fritzboxen bekommen noch sicherheitsrelevante Updates.
  • Beim Gebrauchtkauf zählt die Update-Versorgung. Ein Modell, das noch Firmware bekommt, ist sicher nutzbar, ein abgekündigtes nicht mehr.

FRITZ!OS aktualisieren — so geht's

Du brauchst keine Software und keinen USB-Stick. Das Update läuft komplett über die Benutzeroberfläche der Fritzbox im Browser.

  1. Öffne einen Browser und gib in die Adresszeile `fritz.box` ein. Alternativ funktioniert die IP-Adresse, im Auslieferungszustand `192.168.178.1`.
  2. Melde dich mit dem Fritzbox-Kennwort an. Es steht bei vielen Modellen auf der Geräteunterseite.
  3. Klicke im Menü auf System, dann auf Update.
  4. Im Reiter FRITZ!OS-Version startest du über Neues FRITZ!OS suchen das Online-Update. Findet die Box eine neuere Version, installiert sie sie nach deiner Bestätigung selbst und startet danach einmal neu (AVM, FRITZ!OS-Update durchführen).

Während des Updates und des Neustarts ist das Internet für ein, zwei Minuten weg. Trenne die Box in dieser Zeit nicht vom Strom, ein unterbrochenes Update kann die Firmware beschädigen.

Den Komfortweg findest du im selben Menü unter dem Reiter Auto-Update. Aktivierst du dort die Option, künftige Versionen automatisch zu installieren, musst du dich um nichts mehr kümmern. AVM verteilt automatische Updates erst einige Zeit nach Erscheinen und in Etappen über die Geräte, ein sofortiges Online-Update von Hand ist davon unabhängig jederzeit möglich (AVM, FRITZ!OS-Update durchführen). Für die meisten Haushalte ist Auto-Update die richtige Einstellung, weil Sicherheitsupdates so ankommen, ohne dass jemand daran denken muss.

Hat die Box ausnahmsweise keine Internetverbindung, lässt sich die Firmware auch manuell einspielen. Dafür lädst du die passende Datei von der AVM-Downloadseite herunter und installierst sie im selben Update-Menü. Achte dabei penibel auf das genaue Modell, eine Firmware ist nicht zwischen Modellen austauschbar.

Wie lange bekommt meine Fritzbox Updates?

AVM nennt keine festen Ablaufdaten pro Modell beim Kauf, sondern pflegt die Geräte über einen Lebenszyklus. Solange ein Modell aktiv weiterentwickelt wird, bekommt es Funktions- und Sicherheitsupdates. Danach folgt eine Phase, in der zwar keine neuen Funktionen mehr kommen, sicherheitsrelevante Korrekturen aber weiterhin nachgeliefert werden. Den jeweils aktuellen Status pflegt AVM auf der Seite Ende des Produktsupports.

Wichtig ist die Aussage, die AVM zu seinen Sicherheitsupdates macht: Ein Update wird für sämtliche Modelle bereitgestellt, für die es erforderlich ist, gegebenenfalls unter einer anderen Versionsnummer (AVM, Sicherheitsinfos zu Updates). Eine ältere Box bekommt also nicht zwangsläufig dieselbe FRITZ!OS-Generation wie das aktuelle Spitzenmodell, wohl aber den nötigen Sicherheits-Patch in einer für sie passenden Fassung.

In der Praxis fällt diese Versorgung ungewöhnlich lang aus. Die Fritzbox 7490, ein über zehn Jahre altes Modell, erhielt Anfang 2026 noch ein FRITZ!OS-Update mit Stabilitäts- und Sicherheitskorrekturen, auch wenn sie auf die neueste Generation FRITZ!OS 8 nicht mehr wechselt (heise online). Aktuelle Modelle wiederum springen auf die neue Generation, etwa die 7590 auf FRITZ!OS 8.20 (heise online). Das Muster: Neue Funktionen wandern auf aktuelle Hardware, Sicherheit bleibt deutlich länger erhalten.

Praktisch heißt das für dich zweierlei. Erstens lohnt der Blick in die Box: Unter System > Update siehst du die installierte Version und ob eine neuere bereitsteht. Zweitens ist ein älteres Modell nicht automatisch unsicher, solange es noch Sicherheitsupdates erhält. Erst wenn AVM die Versorgung eines Modells einstellt, wird es zum Risiko.

Warum Updates beim Gebrauchtkauf zählen

Eine gebrauchte Fritzbox ist eine vernünftige Wahl. Die Geräte sind langlebig, gut dokumentiert und werden lange gepflegt. Genau deshalb ist die Update-Versorgung das entscheidende Kriterium, wichtiger als die Optik oder das Zubehör im Karton.

Der Grund ist Sicherheit. Ein Router, dessen Firmware nicht mehr aktualisiert wird, sammelt mit der Zeit bekannte, öffentlich dokumentierte Schwachstellen, die niemand mehr schließt. Bei einem Gerät, das den gesamten Datenverkehr deines Haushalts sieht, ist das kein theoretisches Problem. Ein gebrauchtes Modell, das noch im aktiven Support oder zumindest in der Sicherheits-Update-Phase steht, ist dagegen unbedenklich nutzbar.

Vor dem Kauf solltest du daher zwei Dinge klären. Erstens, ob das Modell noch Updates bekommt, das steht auf der AVM-Statusseite zum Produktsupport. Zweitens, ob die Box zu deinem Anschluss passt, denn eine DSL-Fritzbox läuft nicht am Kabelanschluss und umgekehrt. Welches Modell zu welchem Anschluss gehört, klärt der Ratgeber Welche Fritzbox für welchen Anschluss. Worauf es beim Gebrauchtkauf sonst noch ankommt, von Werksreset bis Zubehör, steht ausführlich im Ratgeber Fritzbox gebraucht kaufen.

Bei talk-point findest du Fritzboxen neu und generalüberholt. Geprüft gebrauchte Geräte werden vor dem Verkauf auf Funktion getestet und auf den Auslieferungszustand zurückgesetzt, sodass du sie sauber neu einrichten kannst. Den Überblick gibt die Fritzbox-Übersicht, darüber hinaus führen wir weitere AVM-WLAN-Router.

Was tun, wenn keine Updates mehr kommen

Irgendwann erreicht jedes Modell das Ende seiner Update-Versorgung. Das ist kein Grund zur Panik, aber ein Signal zum Handeln. Solange noch Sicherheitsupdates erscheinen, kannst du die Box bedenkenlos weiternutzen. Bleiben sie dauerhaft aus, gilt:

  • Prüfe zuerst den Status. Auf der AVM-Seite zum Produktsupport siehst du, ob dein Modell wirklich keine Updates mehr erhält oder nur keine neuen Funktionen.
  • Plane den Wechsel. Steht die Box ohne Sicherheitsupdates da, gehört sie ersetzt. Ein neueres oder generalüberholtes Modell, das wieder voll im Support ist, stellt die Update-Versorgung wieder her.
  • Reduziere übergangsweise die Angriffsfläche. Deaktiviere Fernzugriff und nicht benötigte Dienste, bis das neue Gerät da ist. Das verkleinert das Risiko, ersetzt aber kein aktuelles FRITZ!OS.

Wer ein passendes Nachfolgemodell sucht, gleicht am besten zuerst den Anschluss ab und schaut dann in die Fritzbox-Übersicht.

Häufige Fragen

Wie aktualisiere ich meine Fritzbox?

Öffne im Browser fritz.box, melde dich an und gehe auf System > Update. Im Reiter FRITZ!OS-Version startest du über Neues FRITZ!OS suchen das Online-Update. Komfortabler ist der Reiter Auto-Update, mit dem die Box neue Versionen selbstständig installiert.

Wie lange bekommt eine Fritzbox Updates?

AVM nennt keine festen Ablaufdaten beim Kauf, versorgt Modelle aber sehr lange. Auch über zehn Jahre alte Geräte erhalten noch sicherheitsrelevante Updates, neue Funktionen bleiben jedoch aktuellen Modellen vorbehalten. Den genauen Status deines Modells findest du auf der AVM-Seite zum Produktsupport.

Ist eine alte Fritzbox unsicher?

Nicht automatisch. Solange das Modell noch Sicherheitsupdates erhält und du sie installierst, ist es sicher nutzbar. Kritisch wird es erst, wenn AVM die Update-Versorgung eines Modells eingestellt hat und bekannte Lücken nicht mehr geschlossen werden.

Worauf muss ich beim Kauf einer gebrauchten Fritzbox achten?

Auf zwei Dinge: ob das Modell noch Updates bekommt und ob es zu deinem Anschluss passt. Beides lässt sich vorab klären. Ein geprüft generalüberholtes Gerät sollte zudem auf den Auslieferungszustand zurückgesetzt sein, damit du es sauber neu einrichten kannst.

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