SSD für die PS5: welche passt und worauf du achten musst
Der Speicher der PlayStation 5 ist schneller voll, als man denkt, moderne Spiele belegen zügig hundert Gigabyte und mehr. Zum Glück lässt sich die PS5 mit einer zusätzlichen SSD erweitern. Anders als bei einer externen Platte muss diese SSD aber bestimmte Anforderungen erfüllen, sonst nimmt die Konsole sie nicht an oder warnt. Dieser Ratgeber sagt klar, welche SSD passt und worauf es ankommt.
Das Wichtigste in Kürze
- Bauform M.2, Typ NVMe. Die PS5 hat einen internen M.2-Steckplatz. Eine M.2-SATA-SSD wird nicht unterstützt.
- PCIe-Generation 4. Die SSD muss PCIe 4.0 beherrschen.
- Kühlkörper Pflicht. Sony verlangt eine Kühlung auf der SSD. Es gibt Modelle mit bereits montiertem Kühlkörper.
- Tempo ab etwa 5.500 MB/s empfohlen. Das ist Sonys Empfehlung fürs Lesen, damit Spiele flüssig laden.
- Größe nach Bibliothek. 1 bis 2 Terabyte sind eine sinnvolle Erweiterung.
Die Anforderungen im Detail
Die PS5 ist beim zusätzlichen Speicher wählerisch, und das aus gutem Grund: Spiele laufen direkt von dieser SSD, sie muss also mit dem hohen Tempo der Konsole mithalten. Das sind die Vorgaben von Sony:
| Anforderung | Vorgabe |
|---|---|
| Bauform | M.2 (gängig 2280) |
| Typ | NVMe, PCIe 4.0 (kein M.2-SATA) |
| Lesetempo | ab ca. 5.500 MB/s empfohlen |
| Kühlung | Kühlkörper erforderlich |
| Kapazität | 250 GB bis 8 TB möglich |
Zwei Punkte verdienen Aufmerksamkeit. Erstens der Kühlkörper: Die SSD sitzt in einem geschlossenen Schacht und wird unter Last warm, deshalb ist eine Kühlung Pflicht. Am einfachsten ist eine SSD, die den Kühlkörper schon montiert hat. Achte nur darauf, dass die Gesamthöhe in den Schacht passt. Zweitens der Typ: M.2 ist nur die Bauform, es gibt sie als langsames SATA und als schnelles NVMe. Für die PS5 brauchst du ausdrücklich die NVMe-Variante mit PCIe 4.0. Was dieser Unterschied genau bedeutet, erklärt der Ratgeber Festplatte, SSD oder NVMe?.
Welche Größe ist sinnvoll?
Die Kapazität richtet sich nach deiner Spielebibliothek. Wer nur ein paar große Titel gleichzeitig installiert hat, kommt mit 1 Terabyte gut hin. Wer viele Spiele parallel behalten will, fährt mit 2 Terabyte entspannter. Da moderne Spiele eher größer als kleiner werden, lohnt es sich, nicht zu knapp zu planen.
Einbau in Kürze
Der Einbau ist unkompliziert und ohne Spezialwerkzeug machbar. Die Konsole wird ausgeschaltet und vom Strom getrennt, die Abdeckung abgenommen, die kleine Klappe des Erweiterungsschachts geöffnet. Die SSD wird in den M.2-Steckplatz geschoben und mit einer Schraube fixiert, dann alles wieder verschlossen. Beim ersten Start fordert die PS5 dich auf, die neue SSD zu formatieren, danach steht sie für Spiele bereit. Die genauen Schritte zeigt Sony in einer bebilderten Anleitung auf der offiziellen Support-Seite.
Und die anderen Konsolen?
Kurz zur Einordnung: Die hier beschriebene M.2-Erweiterung gilt für die PlayStation 5. Die Xbox Series geht einen anderen Weg und nutzt eine eigene Erweiterungskarte statt eines offenen M.2-Steckplatzes, dort kann man also keine beliebige NVMe-SSD einsetzen. Wer eine PS5 hat, ist mit den oben genannten Eckpunkten auf der sicheren Seite.
Talkis Empfehlung
Merk dir die vier Eckpunkte: M.2-NVMe, PCIe 4.0, Kühlkörper, Lesetempo ab etwa 5.500 MB/s. Damit nimmt die PS5 die SSD an und Spiele laden flott. Greif am besten zu einer SSD mit bereits montiertem Kühlkörper, das spart Arbeit und passt sicher. Plane die Größe nicht zu knapp, 1 bis 2 Terabyte sind eine gute Wahl. Passende Laufwerke findest du bei den Gaming-SSDs, die weitere Auswahl an internen SSDs gibt es in der Übersicht.
Häufige Fragen
Welche SSD passt in die PS5? Eine interne M.2-NVMe-SSD mit PCIe 4.0 und einem Kühlkörper. Sony empfiehlt ein Lesetempo ab etwa 5.500 MB/s. Eine M.2-SATA-SSD funktioniert nicht.
Brauche ich wirklich einen Kühlkörper? Ja, Sony verlangt eine Kühlung auf der SSD. Am einfachsten ist eine SSD, bei der der Kühlkörper schon montiert ist. Achte darauf, dass die Gesamthöhe in den Schacht passt.
Reicht eine PCIe-3.0-SSD für die PS5? Nein. Die PS5 setzt PCIe 4.0 voraus. Eine PCIe-3.0-SSD erfüllt das empfohlene Tempo nicht zuverlässig.
Wie groß sollte die SSD sein? 1 Terabyte reicht für einige große Spiele, 2 Terabyte sind entspannter, wenn du viele Titel gleichzeitig installiert hast. Möglich sind 250 GB bis 8 TB.
Kann ich eine externe USB-Platte an der PS5 nutzen? Für PS5-Spiele zum direkten Spielen braucht es die interne M.2-NVMe-SSD. Eine externe USB-Platte eignet sich zum Auslagern und Aufbewahren, das direkte Spielen neuer PS5-Titel läuft aber vom internen schnellen Speicher.